Zwei Betriebe waren für Milchlandpreis nominiert. Die Milchbetriebe Hösl und Plank aus Frankenfels hatten Chance auf Milchlandpreis. Er ging nach Zöbern.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 18. Oktober 2020 (03:35)

53 Milchviehbetriebe von insgesamt 4.200 waren dieses Jahr von den Molkereien in Niederösterreich für den Milchlandpreis nominiert worden, darunter auch zwei aus Frankenfels. Nun stattete die Niederösterreichische Milchkönigin Anita I. Tröstl den Familien Plank und Hösl einen Besuch ab und überreichte ihnen die Urkunden. „Um den Milchlandpreis zu erhalten, ist nicht nur die ganzjährige Produktion von qualitativ bester Milch erforderlich, sondern es fließen auch das Betriebsumfeld, die Managerqualitäten, das Engagement als Botschafter um Milch und Milchprodukte tätig zu sein, die betriebswirtschaftlichen Fakten der Milcherzeugung sowie zahlreiche biologische Kennziffern der Milchviehherde und die Zuchtarbeit in die Bewertung mit ein“, erklärt die Milchkönigin. Alle zwei Jahr vergibt das Land Niederösterreich den Milchlandpreis, der heuer mit 6.500 Euro dotiert war. „Ziel ist es, dass alle Milcherzeugerfamilien und alle in der Milchbranche tätigen Personen mit Engagement und Kompetenz mithelfen, den Milchprodukten jenen Stellenwert in der Ernährung zu geben, den diese aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, Wertigkeit von Milcheiweiß, Natürlichkeit und Vielfalt verdienen“, führt Tröstl aus.

Frankenfelser Betriebe mit langer Tradition

Sylvia Plank hat den Hof mit ihrem Mann Christoph vor fünf Jahren von ihren Eltern übernommen. Damals wechselte der Name von Fahrnberger auf Plank. Der Betrieb läuft auf die junge Frau und wird im Vollerwerb geführt. 23 Fleckvieh-Milchkühe haben auf dem Hof, der 1449 als „am Fuchsstein“ erstmals erwähnt wurde, ihr Zuhause. Zwei Mal am Tag muss die Bäuerin mindestens zu ihren Kühen. „Wenn es draußen schön ist, sind sie im Laufstall oder auf der Weide“, berichtet Plank.

Eine lange Geschichte hat auch der Hof „Reit“ von Bettina und Johannes Hösl. „Er wurde etwa um 1300 das erste Mal erwähnt“, erzählt Bettina Hösl. Mit zwölf Milchkühen dient der biologisch geführte Betrieb als Nebenerwerb. „Wir haben noch Anbindehaltung, das ist bei Biobetrieben noch erlaubt. Die Kühe haben aber sowohl im Sommer als auch im Winter Auslauf“, führt Hösl aus. Auf dem Biohof wird auch Urlaub am Bauernhof angeboten. In einer Ferienwohnung mit zwei Doppelbettzimmer kann man die schöne Natur von Frankenfels genießen.

Der Milchlandpreis die „Goldene Bella“ ging dieses Jahr an Familie Bernadette und Josef in Kampichl aus Zöbern. Die „Silberne Bella“ ging an Familie Karin und Martin Stadler in Lehsdorf, Raxendorf und über die „Bronzene Bella“ freut sich Familie Markus Plank aus Robitzboden, Reinsberg.