Nachhaltige Mode aus dem Pielachtal. Biologisch, fair, gesund und bequem: Drei innovative Pielachtalerinnen setzen auf Mode-Label abseits der Stangenware.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 04. April 2021 (03:38)
Kerstin und Denise Tuder sowie Barbara Pletzer (von links) wollen Leute mit trendiger Mode zum Kauf nachhaltig, fair produzierter und gesunder Bekleidung animieren.
Marcella Wallner, Marcella Wallner

Kleidung macht Leute: Schick soll sie sein. Bequem ebenso. Günstig, fair produziert, gesund für den Träger und umweltfreundlich. Doch wer sich auf Shoppingtour begibt, sei es nun real oder im Netz, der findet nicht immer Produkte, die alle diese Komponenten vereinbaren.

Die gebürtigen Frankenfelserinnen Denise und Kerstin Tuder sowie Barbara Pletzer beschlossen daher, ein eigenes Modelabel zu gründen. Unter der Marke „Ecolodge Fashion“ bieten sie seit 2016 T-Shirts, Sweaters, Hoodies, Stirnbänder und einiges mehr, abseits von der Stangenware, an. „Wir produzieren ausschließlich ökologisch nachhaltige, fair und vegan erzeugte Mode“, betont Kerstin Tuder. Sie hat bereits vor der Firmengründung Erfahrungen im Verkauf nachhaltiger Bekleidung gesammelt.

Herkömmliche Produkte oft krebserregend

Daher weiß sie, wo es die qualitativ hochwertigsten Rohstoffe zu kaufen gibt. „Was auf unseren Körper kommt, sollte frei von Giftstoffen sein. Die meisten Kleidungsstücke enthalten nach wie vor Chemikalien wie Phthalate, Plastisol oder krebserregende Amine. Das wollen wir nicht“, betont sie. Daher setzt Ecolodge Fashion auf Produkte aus Bio-Baumwolle. Soziale Verantwortung ist dem Damen-Team wichtig: Es wird nur auf Hersteller zurückgegriffen, die fair produzieren.

Denise Tuder ist indes für Distribution und Logistik zuständig. Kunden-Zielgruppe sind naturliebende und sport-begeisterte Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist. Das Ecolodge Fashion-Team produziert aber nicht nur eigene Mode. „Ein immer größer werdender Bereich ist unsere Ecolodge Teamwear. Wenn ein Unternehmen Teambekleidung über uns bezieht, kümmern wir uns um die Textilien und Grafiken, überdies erstellen wir eigene Designs. Wir kümmern uns vom Angebot bis zur Auslieferung um die Abwicklung“, führt sie aus. Innerhalb der letzten Jahre hat das Unternehmen über 130 Teamwear-Aufträge erfolgreich umgesetzt.

„Es werden von Jahr zu Jahr mehr“, freut sie sich. Im Moment hat die Firma drei Vertriebswege: den eigenen Online-Shop, weiters sind sie in 14 Geschäften und auf fünf Online-Plattformen aktiv und wenn es coronamäßig wieder möglich ist, auf Messen vertreten. Kreativer Kopf der Firma ist Barbara Pletzer. Sie entwirft neue Designs, gestaltet Logos und Labels. „Wir wollen zeigen dass Nachhaltigkeit auch bei der Kleidung sehr wichtig ist und dass faire Mode nicht unbedingt teuer sein muss“, resümiert die gelernte Grafikerin.