Bäume des Lebens bei jeder Geburt: Pflanzaktion in Hofstetten-Grünau

23 Eltern setzten im Geburtenwald erste Bäume und Sträucher.

Erstellt am 24. November 2021 | 04:47

Es ist ein Projekt, das im Zuge der kinderfreundlichen Gemeinde umgesetzt wird: der Geburtenwald „Hofstetten-Style“.

Die Tradition, bei Geburt eines Babys ein möglichst bleibendes Zeichen zu setzen, gibt es in vielen Gemeinden. Für Hofstetten-Grünau sollte eine neue Tradition geschaffen werden - durch Pflanzung eines Baums mit Namen und Geburtsdatum für jedes Neugeborene.

Baumkreis von Jänner bis Dezember

Am Samstag setzten die frisch gebackenen Eltern dieses Jahres die ersten 23 Bäume auf einer Grünfläche nahe des „Abenteuerlandes“. „Jedes Kind erhält so einen eigenen Lebensbaum“, erklärt geschäftsführender Gemeinderat Günter Graßmann, der bei der Umsetzung des Geburtenwaldes federführend war.

Das Besondere: Jeder Monat hat eine eigene, heimische Bauart oder einen Strauch. Dirndlstrauch, Haselnuss, Felsenbirne, Spitzahorn, heimische Eberesche, Zirbelkiefer, Apfelbaum, Birnenbaum, Kirschenbaum, Zwetschkenbaum, Nordmanntanne und heimische Rotbuche bilden den Baumkreis von Jänner bis Dezember.

Platz für weitere Lebensbäume ist ausreichend vorhabenden. „Dieses Projekt soll nachhaltig sein. Durch die Pflanzung heimischer Arten leisten wir einen Beitrag zur Regionalität, aber auch zum Klima- und Umweltschutz. Es wird Lebensraum für Insekten und andere Tierarten geschaffen“, betont Grassmann.

Der hoffentlich, wie er schmunzelt, größer werdende Geburtenwald soll so das Wachstum der Gemeinde widerspiegeln. „Als Erwachsener kann man dann selbst mit seinen Kindern und Enkeln künftig einmal den eigenen oder ihre Lebensbäume besuchen“, sagt er.