Frankenfels bekommt neue Einsatzzentrale. 1,4 Millionen Euro soll neue Einsatzzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels kosten. Durch die Mitarbeit der Feuerwehrleute erwartet Gemeinde eine Kostenreduktion.

Von Gerhard Groiss und Nadja Straubinger. Erstellt am 13. August 2019 (04:26)
Gerhard Groiss
Gemeindevertreter und FF-Kommando besprechen und besichtigen den Plan zur Modernisierung des FF-Hauses in Frankenfels: Vizebürgermeister Heinrich Putzenlechner, Bürgermeister Franz Größbacher, Kommandant Thomas Wutzl, Stellvertreter Daniel Häusler und Verwalter Arthur Vorderbrunner.

„Eine gut funktionierende Feuerwehr ist ein Garant für die Sicherheit in einer Gemeinde, und so ist es auch Aufgabe der Gemeindepolitik, der Feuerwehr eine zeitgemäße Ausstattung aber auch ein dementsprechendes Heim zur Verfügung zu stellen.“

Visualisierung: Planungsbüro Schaupp
Am aktuellen Standort Markt 65 wird ein neues Feuerwehrhaus entstehen. Vorher muss das bestehende Haus geschleift werden. So wird der Neubau mitten im Ort aussehen.

Davon ist Bürgermeister Franz Größbacher überzeugt. Dem stimmte der gesamte Gemeinderat der Marktgemeinde Frankenfels zu und fällte den einstimmigen Beschluss zum teilweisen Neubau des Hauses der Freiwilligen Feuerwehr. Schon im November soll der Teilabriss des alten Gebäudes erfolgen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Die Feuerwehrzentrale am Standort Markt 65 ist mittlerweile 60 Jahre alt. „Das Haus wird geschleift und neu gebaut“, berichtet Größbacher. Die 1996 errichteten großen Garagen für die Einsatzfahrzeuge bleiben jedoch bestehen. „Wir haben lange überlegt, ob wir den Standort erhalten oder auf einem anderen Grundstück bauen sollen“, so Größbacher. Da das neue Sicherheitszentrum nicht nur als Heimstätte der örtlichen Feuerwehr zu sehen ist, sondern der Bevölkerung im Katastrophenfall als Anlaufstelle dienen soll, hielten die Verantwortlichen aber am Standort fest. „Aufgrund der Topografie der Gemeinde wäre es schwierig gewesen, ein solches Grundstück in fußläufiger Entfernung zu finden“, sagt der Ortschef.

Und Kommandant Thomas Wutzl fügt hinzu: „Hauptaugenmerk in der Planung war ein kompaktes Haus zu erhalten, das nicht zu groß ist, aber dennoch alle Anforderungen erfüllen kann.“ Gemeinsam mit dem Planungsbüro Schaupp aus Ferschnitz wurde ein Plan entworfen, der nach der baubehördlichen Bewilligung jetzt umgesetzt wird. Die Feuerwehr war von Beginn an in die Planungen eingebunden: „Daher ist das Projekt aus feuerwehrtechnischer Sicht sehr ausgereift.“ Die geschätzten Gesamtkosten ohne Bauplanung liegen bei rund 1,4 Millionen Euro. Die FF Frankenfels hat sich zur Mithilfe in Form von umfassenden Arbeitsleistungen, aber auch zur Finanzierung der Möblierung bereit erklärt.

„Hauptaugenmerk in der Planung war ein kompaktes Haus zu erhalten, das nicht zu groß ist, aber dennoch alle Anforderungen erfüllen kann.

„Dadurch können wir die Gesamtkosten sicher noch senken“, Auch ein kräftiger finanzieller Zuschuss des Landes Niederösterreich wird die Kosten reduzieren. In diesem Zusammenhang ersuchen Gemeinde und Feuerwehr die Bevölkerung um Unterstützung bei der Bewältigung dieser Zusatzaufgabe in Form von handwerklichen Hilfeleistungen oder einer Verköstigung der freiwilligen Helfer in der Bauphase.

„Gemeinsam werden wir es schaffen, dieses wichtige Projekt für eine sichere Zukunft unserer Gemeinde, umzusetzen“, so der Frankenfelser Bürgermeister Franz Größbacher. Vor dem Teilabriss des Altbestandes gibt es für die Bevölkerung die Möglichkeit, Einrichtungsgegenstände bei einem Flohmarkt am 5. Oktober günstig zu erwerben.

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  • Neues FF-Haus in Frankenfels: Soll Bevölkerung bei Bau unterstützen?