Neuwahlen bei Weidegenossenschaft. Das Trio Sommerauer, Thalhammer und Engel bleibt an der Spitze. Auf Anton Wieland folgt Leopold Gansberger.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 23. Februar 2015 (10:46)
NOEN, privat
Kamen zur Sitzung der Weidegenossenschaft Rabenstein zusammen: Josef Kendler, Josef Sommerauer, Friedrich Hardegg, Josef Engel sen. , Anton Wieland, Florian Gruber sen. und Vize-Bürgermeister Hubert Gansch (vorne v. l.), Bernhard Heindl, Fritz Falkensteiner, Johann Thalhammer, Gerhard Enne, Josef Engel jun., Franz Saupriegl, Karl Braunsteiner und Gottfried Gravogl (hinten, v. l.).
Neuwahlen standen bei der Sitzung der Weidegenossenschaft Rabenstein im GuK-Stüberl am Programm. Obmann Josef Sommerauer wurde für die nächsten vier Jahre bestätigt. Ihm zur Seite stehen wie bisher als Stellvertreter Johann Thalhammer und Josef Engel junior, der auch operativer Geschäftsführer ist.

Die Genossenschaft kann auf eine Geschichte seit 1921 zurückblicken. „Damals waren Weidegründe von Nöten“, schildert Sommerauer. Auf der Geissenberg-Alm, Grund der Grafen von Hardegg, wurde man fündig. Das immerwährende Weide-Servitut sichert den Fortbestand. „Rund 80 Tiere werden jährlich aufgetrieben“, schildert Sommerauer. Die Auflagen seien nicht leichter geworden, doch die Liebe zur Tradition ein Grund weiterzumachen.

Anton Wieland, der 20 Jahre lang als Halter tätig war, wurde verabschiedet. Sein Nachfolger wird Leopold Gansberger aus Texing. Verfolgt haben die Sitzung auch Grundbesitzer Friedrich Hardegg, Vizebürgermeister Hubert Gansch, Bezirksbauernbundobmann Josef Kendler und Rinderzuchtverein-Obmann Karl Braunsteiner.

„Immer Arbeit“

Anton Wieland war 20 Jahre als Halter auf der Geissenberg-Alm tätig.

NÖN: Wie kam es dazu, dass Sie Halter auf der Geissenberg-Alm wurden?
Anton Wieland: Ich war schon als Kind immer auf dieser Alm. Später hatte ich selbst zwei bis drei Rinder auf der Weide und half meinem Vorgänger aus, bis ich schließlich in seine Fußstapfen trat. Auch meinem Nachfolger werde ich bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was waren für Sie die größten Herausforderungen als Halter?
Wieland: Ich habe in dieser Zeit 14 Brunnen angelegt. Diese galt es immer zu warten, ebenso mussten Zäune instand gehalten und der Gesundheitszustand der Tiere überprüft werden. Es gibt für einen Halter immer was zu tun. Das Gebiet umfasst 50 Hektar. Manchmal war ich drei Mal am Tag dort. In Erinnerung sind mir auch Gewitter mit gefährlichen Blitzschlägen.