Ober-Grafendorfs Florianis als Retter der Rettung. Rot-Kreuz-Wagen blieb in steiler Zufahrt hängen, Florianis schleppten den Wagen zum Einsatzort.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 14. Januar 2021 (14:09)

Die Blaulichtorganisationen im Pielachtal halten zusammen: Das zeigte sich erst wieder am Donnerstag. 

Das Rote Kreuz  war gerade am Weg nach Baumgarten, um einen Krankentransport vorzunehmen, da ein Patient zu einer lebenswichtigen Therapie ins Universitätsklinikum St. Pölten musste. Aufgrund der Schneefälle in der Nacht war die steile Zufahrtsstraße aber sehr eisig; der Krankenwagen rutschte plötzlich von der Fahrbahn. Eine Weiterfahrt war unmöglich.

"Die Unterstützung unserer Blaulichtpartner war natürlich eine Selbstverständlichkeit", sagt der Ober-Grafendorfer Feuerwehrkommandant Karl Lechner. Mit dem neuen FF-Fahrzeug mit Allradantrieb und Schneeketten ausgestattet, fuhren die Florianis über den Bereich beim Hochbehälter in Baumgarten zum Rettungsauto zu.

"Dies gestaltete sich aber sehr schwierig, da zuerst Äste entfernt werden mussten. Es gab auch keine Möglichkeit zu reversieren. Also fuhren wir den vereisten steilen Zufahrtsweg rückwärts hinunter, um den Krankenwagen zu seiner Zieladresse zu ziehen", schildert er weiter. 

Dort sicher angekommen, stieg der Patient zu. Die Florianis zogen den Rettungswagen  weiter zur nächsten befahrbaren Straße. Jetzt konnten alle aufatmen: Nichts ist passiert und der Patient konnte seinen Termin im Krankenhaus wahrnehmen.

Die Freude ist aber nicht nur beim Patienten und der Rettung groß, auch die Feuerwehr dankt dem Roten Kreuz für die anhaltende ausgezeichnete Zusammenarbeit.