Geschichte lebte in Rabenstein wieder auf. Die Filmchronisten legten einen Stopp im Dorf der Raben ein.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. September 2020 (03:50)
Christina Sieder, Ernst Kieninger, Gottfried Auer, Manuel Grünbichler und Herwig Niederer (v. l.) vor dem Bus der Filmchronisten.
Marie Eder

Seit einigen Wochen gastieren die Filmchronisten auf der Suche nach spannenden Geschichten in den Pielachtal-Gemeinden. Dieses Mal machte das Team Halt in Rabenstein.

Begeistert zeigten sich die Filmchronisten dort vom geschichtlichen Filmmaterial von Erich Winter und Otto Buder. Insgesamt zwölf alte Filmrollen voll mit gesellschaftlichen Ereignissen brachten die beiden Männer zum mobilen Filmstudio. Auf den Rollen befinden sich Filme vom Hochwasser und den Faschingsfeiern von 1975, das 75-Jahre-Jubiläum der Mariazellerbahn, die Schuleinweihung und vieles mehr. Das Material wurde von den Filmchronisten digitalisiert.

Geschichtsträchtiges Material vom Gesangsverein brachte Ilona Hagmann vorbei. 1867 gegründet, entwickelte sich der älteste eingetragene Verein der Gemeinde von einem ursprünglichen Männergesangsverein zu einem „gemischten Chor“ für Jung und Alt. So ist man stolz, neben den ältesten Vereinsmitgliedern, die Erinnerungen nach Kriegsende aus deren Kindheit schildern, auch junge Chormitglieder für Interviews durch die Filmchronisten zu gewinnen. Weiters berichtete Anna Kreimel von der Ötscherbären-Sichtung ihres Mannes Friedrich im Jahr 1974 und Franz Steinberger hatte einiges vom landwirtschaftlichen Leben von früher zu erzählen.

Schüler waren im Filmstudio zu Gast

Interessiert am Stopp der Filmchronisten in Rabenstein waren Schüler der Mittelschule Grünau-Rabenstein. Eine Gruppe von zehn Mädchen und Burschen beschäftigt sich im Wahlpflichtfach „Wort-Bild-Ton“ mit Mediengestaltung. Daher informierten sie sich über die Arbeit der Filmchronisten und konnten erste Ausschnitte ansehen.

Es wurde in Rabenstein auch gefilmt. So hat das Team die Geschichte vom „Fuchs-Motor“ und das alte Handwerk der Futterbaum-Bewirtschaftung, das „Schneiteln“, aufgezeichnet.