Friedhofstraße bekommt Bestatter. Die Tischlerei Grubner aus Hofstetten-Grünau will Ende Mai in neues Gewerbe einsteigen. Beginn für Ende Mai geplant.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 28. April 2021 (04:30)
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Es hat Tradition: Tischlerei- und Bestattergewerbe gehören zusammen. So machte es früher Sinn, weil in den Tischlereien auch gleich die Särge gefertigt wurden. Heute ist es in kleineren Orten noch immer so, dass sich Tischler damit ein zweites Standbein aufbauen. Diesen Schritt wollen nun auch Josef Grubner sen. und jun. wagen. Passenderweise ist ihr Unternehmen in der Friedhofstraße in Hofstetten-Grünau angesiedelt.

„Ich habe seinerzeit bei Helmut Strasser die Lehre zum Tischler absolviert. Der hat auch Bestattungen gemacht und mich hat das immer interessiert“, betont Josef Grubner sen. Seit 1997 führt er die Tischlerei Grubner in Hofstetten-Grünau. Sein Sohn ist ebenfalls mit von der Partie und mittlerweile so weit, dass er die Tischlerei übernehmen kann. Dadurch entbrannte erneut der Wunsch, zusätzlich ins Bestattergewerbe einzusteigen. Die Vorbereitungen laufen bereits. „Wir haben geplant, Ende Mai zu starten. Aber es sind noch einige Behördenwege zu machen“, sagt Grubner sen., der sich künftig um die Belange der Bestattung kümmern wird.

„Ich habe seinerzeit bei Helmut Strasser die Lehre zum Tischler absolviert. Der hat auch Bestattungen gemacht und mich hat das immer interessiert.“ Josef Grubner sen.

Bauliche Maßnahmen beim bestehenden Unternehmen in der Friedhofstraße sind nicht nötig. „Wir brauchen nur ein Büro und werden ein zusätzliches Lager anmieten“, erklärt Grubner. Künftig will er alle Dienstleistungen rund um die Bestattung anbieten. Särge wird er zukaufen. „Die machen Tischler heute nicht mehr selber. Die Arbeit ist sehr aufwendig und es würde viel zu lange dauern“, erzählt der Tischlermeister, der im Familienbetrieb zudem allerlei Sakrales anbietet.

Erst zu Beginn des Jahres übernahm Bärbel Schwaiger das Bestattungsunternehmen von Michael Strasser, dem Sohn des Lehrmeisters von Grubner, den es aus persönlichen Gründen ins Ausland verschlagen hat. „Wir hätten uns auch für die Übernahme interessiert, haben aber wohl zu wenig geredet“, sagt der Hofstettener. Jetzt startet er mit seinem eigenen Unternehmen neu durch und freut sich über die Unterstützung aus der Familie für diesen für ihn wichtigen Schritt: „Meine Lebensgefährtin steht voll hinter uns.“