Gemeinde bekommt Smartstreet. Straße mit Bewegungsüberwachung soll künftig Energieeinsparungen bringen.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 22. Oktober 2019 (04:34)
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Nicht nur in Metropolen werden intelligente Straßen (Smart-streets) getestet. Auch Hofstetten-Grünau soll im kommenden Jahr eine bekommen. An der Entwicklung arbeitet Vizebürgermeister Wolfgang Grünbichler mit seinem Unternehmen Elotech gemeinsam mit dem Verein SSGM.

Was sich wie ein Science-Fiction-Roman anhört, soll nächstes Jahr schon in Hofstetten-Grünau umgesetzt werden: eine intelligente Straße (Smartstreet). Diese soll etwa mit Sensoren ausgestattet sein, die Bewegungen erfassen und so die Intensität der Straßenbeleuchtung anpassen. Federführend bei dem Projekt ist Vizebürgermeister Wolfgang Grünbichler mit seiner Firma Elotech.

„Das wird ein Leuchtturmprojekt für Hofstetten-Grünau und ich bin stolz, dass ich es in meiner Heimatgemeinde umsetzen kann“, so Grünbichler. Er ist gemeinsam mit dem Verein SSGM (Smart & Safe & Green Mobility), der im Jänner gegründet wurde, an der Entwicklung von Systemen für intelligente Straßen beteiligt. Dem Verein geht es darum, die Smart City als zukunftsfähiges Ökosystem zu gestalten, und das unabhängig von der Größe. So kann etwa auch Hofstetten-Grünau zur Smart City werden. Technologie steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Lebensqualität aller dort wohnenden und arbeitenden Menschen.

„Meine Firma ist wesentlich an diesen Entwicklungen beteiligt, und wir probieren es hier aus.“ Prinzipiell könne jeder Straßenzug, der bereits auf LED-Beleuchtung umgestellt wurde, verwendet werden. Favorit ist derzeit aber die Zufahrtsstraße zu einer Wohnhausanlage, die erst angelegt wird. „Dort wird auch die Beleuchtung neu gemacht, das bietet sich an“, erklärt der Vizebürgermeister.

„Das wird ein Leuchtturmprojekt und ich bin stolz, dass ich es in meiner Heimatgemeinde umsetzen kann.“ Wolfgang Grünbichler

Die Smartstreet bietet eine Reihe von Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Durch Sensoren, die Fußgänger und Fahrzeuge erfassen, kann die Beleuchtungsintensität geregelt werden. „Damit können wir selbst nach der Umstellung auf LED noch zusätzlich bis 45 Prozent der Leistung sparen und außerdem die Lichtverschmutzung verringern“, führt Grünbichler aus.

Außerdem können die Lichtmasten als E-Tankstellen genutzt werden und so für ein dezentrales E-Carsharing-Modell verwendet werden. „Wir wollen mit der Gemeinde bei der Ausarbeitung vorne mit dabei sein, und auch mit der Weiterentwicklung der Infrastruktur“, sagt Grünbichler. Die Smartstreet ist ein Grundbaustein für diese Weiterentwicklung. Denn allen Bürgern müsse, egal wie sie unterwegs sind, eine optimale Fortbewegung ermöglicht werden. „Eine Smart-street unterstützt die Tendenz hin zur modernen, innovativen Infrastruktur im kommunalen Lebensraum“, heißt es von SSGM.