Moped-Rowdy muss Sozialstunden leisten. Weil ein 17-jähriger Pielachtaler mit Zweirad ohne Zulassung und ohne Licht vor der Polizei flüchtete, klickten die Handschellen.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 18. Juni 2020 (03:56)
Vor Gericht musste sich ein Pielachtaler verantworten, weil er mit dem Moped einer Polizeistreife davongefahren ist.
NÖN-Archiv

Ein junger Pielachtaler muss sich jetzt vor dem Richter verantworten, weil er versucht hat, mit seinem Moped einer Polizeistreife davonzufahren. Der 17-Jährige war ohne Kennzeichen und ohne jegliche Beleuchtung unterwegs gewesen.

Eine Polizeistreife bemerkte das Moped und verfolgte den jungen Mann. „Ich hatte vor kurzem erst einen Unfall mit dem Moped. Sie haben gesagt, ich soll mir nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Ich habe nicht gewusst, was ich tun soll und habe Gas gegeben“, so der Pielachtaler vor Gericht.

Bursch stellte sich mit erhobenen Händen

Der 17-Jährige hat immer wieder versucht, die Polizisten in ihrem Auto abzudrängen – erfolglos. Schließlich bog der Angeklagte mit seinem Moped in einen Radweg ein, wo er wenig später zu Sturz kam. „Ich wollte weglaufen. Nachdem die Polizisten zwei Mal gerufen haben, dass ich stehen bleiben soll, habe ich mich niedergekniet und verhaften lassen“, erzählt der Jugendliche. Die Jugendgerichtshilfe empfiehlt dem Richter Sozialstunden für den Pielachtaler. Dieser Empfehlung folgt der Richter auch. Der 17-Jährige muss 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten sowie die Gerichtskosten von 200 Euro tragen. „Jetzt darf aber nichts mehr passieren“, verweist der Richter den Pielachtaler. „Ich habe mein Moped bereits verkauft, ich will mich wirklich bessern“, beteuert der 17-Jährige.