Neue Wirtin für BGZ-Café. Angelika Carrara-Zöchbauer will im September ihr Kaffeehaus in Hofstetten-Grünau eröffnen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 15. Mai 2021 (03:58)
Eine neue Tür öffnete sich für Angelika Carrara-Zöchbauer, sie übernimmt das Café im BGZ. Bis September wird sie „Das Kaffeehaus“ sanieren und mit frischem Elan eröffnen.
privat

Angelika Carrara-Zöchbauer ist verliebt, und das schon seit vielen Jahren. Verliebt hat sie sich nicht nur in ihre neue Heimatgemeinde Hofstetten-Grünau, sondern vor allem in das gemütliche Café im Bürger- und Gemeindezentrum. Das wird sie nun übernehmen und im September sperrt sie auf.

Café soll wieder zum Kaffeehaus werden

Carrara-Zöchbauer kommt aus Wilhelmsburg. Die Liebe hat sie ins Pielachtal nach Hofstetten-Grünau verschlagen. Im Café des BGZ, das damals von Peter Mayer betrieben wurde, verbrachte sie denkwürdige Stunden. „Das Ambiente hat mich von Beginn an verzaubert. Ich habe mich sofort wohlgefühlt“, schildert Carrara-Zöchbauer ihre ersten Eindrücke. Sie wurde zum Stammgast und hat das eine oder andere Mal auch ausgeholfen. Als sie erfahren hat, dass das Café Mokka einen neuen Betreiber sucht, hat sie nach und nach mit dem Gedanken gespielt, das Café zu übernehmen. Sie hat drei Kinder, zwei davon sind noch recht klein. In der letzten Schwangerschaft hat sie sich gefragt, was sie nach der Karenz machen werde. Und da ging ihr das Café nicht mehr aus dem Kopf.

„Ein Café für Jung und Alt, wo sich alle wohlfühlen.“ Angelika Carrara-Zöchbauer, neue Pächterin im BGZ

„Es sind immer neue Ideen entstanden und schließlich habe ich ein Konzept entwickelt und das der Gemeinde übergeben“, so Carrara-Zöchbauer. Die dürfte Gefallen an den Ideen gefunden haben, denn bei der Gemeinderatssitzung erhielt Carrara-Zöchbauer den Zuschlag. „Der Gemeinde bin ich aber nicht nur dafür dankbar, sondern auch für die Kinderbetreuung, die in Hofstetten angeboten wird. Sonst könnte ich das nicht machen.“

Bei ihrem neuen Café will sie Altes wiederbeleben. Zuletzt hieß das Café „Mokka“, es soll wieder „Kaffeehaus“ heißen, wie vor ein paar Jahren, als Peter Mayer die Geschäfte führte. „Mit ihm bin ich ständig im Austausch. Er ist eine große Inspiration“, lobt Carrara-Zöchbauer. Deshalb will sie das Kaffeehaus eben wieder rückbauen und in den ursprünglichen Zustand bringen. „Die Schank kommt wieder dort hin, wo sie früher war.“ Hinter der Schank und in der Bedienung setzt sie auf bewährte Arbeitskräfte des Cafés.

Das neue Café soll aber dann deutlich moderner aussehen und familienfreundlicher werden. „Ein Café für Jung und Alt, wo sich alle wohlfühlen“, so Carrara-Zöchbauer. Das Geschäftslokal wird kernsaniert und auch der Außenbereich wird aufgemotzt. Ein neuer Sonnenschutz soll das Eisschlecken im Sommer zu einem Erlebnis machen.

„Ein Café für Jung und Alt, wo sich alle wohlfühlen“

Der Schwerpunkt soll zudem auf dem Frühstück liegen. Da wird für alle etwas dabei sein, verspricht die neue Betreiberin. Von veganen Leckerbissen bis hin zu Deftigem. Für Veranstaltungen soll das Kaffeehaus ebenfalls gerüstet sein. Hochzeiten, Geburtstags- ud Weihnachtsfeiern. Nicht zu vergessen, die Veranstaltungen im BGZ, von Bällen über Konzerte und Ausstellungen.

Außerdem wird das Abendgeschäft nicht zu kurz kommen. Themenabende mit Pub-Quiz, Cocktailabende und Public Viewing will sie anbieten. Für die Gäste des Hallenbades und der Sauna will sie Gesundes auf die Speisekarte bringen. „Smoothies und Milkshakes sind da besonders angesagt“, weiß sie. Für die Schleckermäuler verspricht sie ebenfalls ein spezielles Angebot. „Regional muss es sein und hausgemacht“, so ihre Regeln. Carrara-Zöchbauer wird selbst für die eine oder andere Köstlichkeit in der Mehlspeisenvitrine sorgen, gleichzeitig ist sie derzeit in Gesprächen mit Herstellern von Köstlichkeiten. Sie selbst mag Café Latte und Sachertorte.

Carrara-Zöchbauer ist also voller Tatendrang. Vor allem das bevorstehende Ende des Lockdowns beflügelt sie, selbst wenn sie erst im September aufsperren wird. „Da wird sich Corona dann hoffentlich schon besser kalkulieren lassen. Ich habe jedenfalls auch einen Plan B.“