„Pielachtaler Sehnsucht“ sperrt wieder auf. Freizeitanlage mit Naturbadeteich lockt mit Juli bei freiem Eintritt zum Plantschen. Hechte sind abgefischt, Biber entnommen. Wirt setzt neu auf „Picknick am See“.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 17. Juni 2020 (04:29)
Anita und Werner Willach vom Gastrobetrieb bei der „Pielachtaler Sehnsucht“ freuen sich über geplante Erlaubnis zur Nutzung des Naturbadeteichs.
Willach

Freunde des Hofstettener Naturbadeteichs dürfen jubeln: Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung (hat es Bürgermeister Arthur Rasch verkündet: Die „Pielachtaler Sehnsucht“ sperrt nach einem Jahr Pause wieder auf – und das bei freiem Eintritt! Als Eröffnungstermin wird der Julibeginn anvisiert.

„Zuvor wird noch die Steganlage erneuert“, kündigt das Gemeindeoberhaupt an. Nach den Problemen der Vergangenheit rund um den Hechtbiss-Prozess und die Biberproblematik sei dies ein reiner Schritt für die Erholungssuchenden gewesen. „Die ,Sehnsucht‘ war für uns immer ein Verlustgeschäft“, gibt er zu bedenken. Biber gibt es hier derzeit keine mehr. „Diese wurden in Absprache mit der Behörde entnommen und getötet“, bestätigt Rasch auf NÖN-Anfrage, wo die Tiere verblieben seien. Auch der Hechtbestand hält sich in Grenzen.

„Die Großen wurden abgefischt, es schwimmen nur kleine Exemplare im See.“ Rechtlich sichert sich die Gemeinde künftig durch Hinweistafeln ab, dass die Nutzung auf eigene Gefahr erfolge.

Groß ist der Jubel bei „Sehnsucht“-Gastronom Werner Willach, als er via NÖN erfuhr, dass die Anlage wieder frei zugänglich sei, denn das letzte Jahr sei ein Verlust gewesen.

„Die Coronakrise mit Absage oder Verschiebung sämtlicher Veranstaltungen hat die Situation noch verschärft“, erzählt er. Doch als innovativer Wirt hat er Ideen parat. „Wir werden Picknickkörbe zum Mitnehmen anbieten“, verrät er. Ab Juli wird es auch dann wieder das beliebte „Frühstück am See“ geben.

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