Security für Wohnhaus. Beschädigte Autos und Diebstähle verunsichern die Bewohner einer Wohnhausanlage in Hofstetten. Alpenland: „Werden einen Wachdienst engagieren.“

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 27. Oktober 2014 (10:25)
NOEN, zVg
Angst herrscht derzeit im Wohnhaus in der Kovalinastraße 1 in Hofstetten. Nach Vandalismusakten und Diebstählen machten einige Bewohner mobil und wandten sich an Polizei, Anwalt und die Hausverwaltung. Das Besondere in diesem Fall: Verdächtigt wird eine Partei des Wohnhauses.

Wohnhaus-Bewohner unisono: „Wir haben Angst“

„Wir haben seit drei Jahren den Terror“, führt eine Mieterin aus. Phasenweise sei es ruhig, dann komme es immer wieder zu Exzessen. Die nun auch angezeigt wurden. Die Polizeistelle in Rabensein ermittelt in diesem Fall. Auskünfte wollte man auf Anfrage noch keine geben.

„Wir können den Keller und die Garage nicht mehr nutzen, weil wir Angst haben“, so die Bewohner unisono. Sie fühlen sich bedroht und luden deshalb Bürgermeister und den Wohnbauträger Alpenland zum Gespräch und erzählten von ihren Ängsten. Die Bewohner fordern Hilfe vom Vermieter. Der Leiter der Hausverwaltung der Alpenland, Sven Carich, erklärt: „Wir sind ein Vermieter, wir agieren rechtlich, nicht faktisch.“ Die Erwartungen der Nutzer und die rechtlichen Möglichkeiten würden weit auseinanderklaffen.

Überwachungskamera und Wachdienst sollen kommen

Den Forderungen nach einer Überwachungskamera und einem Wachdienst will man aber nachkommen: „In einem Wohnhaus mit 17 Wohnungen in Grünau einen Wachdienst patrouillieren zu lassen und Überwachungskameras installieren zu müssen, ist für uns neu, wir tun es aber.“

Bürgermeister Josef Hösl konnte aufgrund einer Hochwasserwarnung nicht bei der Besprechung sein. Er betont aber: „Ich vertraue darauf, dass sich die Lage beruhigt und hoffe, dass nichts weiter vorfällt.“ Es bestehe für die Bewohner die Möglichkeit, die Parkplätze bei der Gemeinde zu nützen.

„Die verdächtigen Nutzer haben per Ende Dezember gekündigt, wir werden ihnen anbieten, die Wohnung vorzeitig mit Ende Oktober zurückzugeben“, hofft Carich auf Beruhigung.