Das Pielachtal wird klimafit. Als Klimawandel-Anpassungsmodellregion wird bis Ende des Jahres ein Konzept für das Pielachtal entwickelt.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:04)
Pielachtal wird zur Klimaanpassungs-Modellregion. Beim ersten Steuerungstreffen dabei waren: Bürgermeister Anton Grubner, Vizebürgermeister Franz Singer, Vizebürgermeister Wolfgang Grünbichler, Bürgermeister und Regionalplanungsobmann Kurt Wittmann, Edith Kendler, Bürgermeister Rainer Handlfinger, Bürgermeister Franz Größbacher, Bürgermeister Peter Kalteis, Bürgermeister Ernst Kulovits, Wolfgang Schoberleitner und Alexander Simader.
Melanie Scholze-Simmel

Erst zwei Wochen ist die Präsentation der Hangwasserstudie her. Diese Problematik durch Starkregen ist aber nur eine von vielen Auswirkungen der Klimaveränderung, die das Pielachtal zu spüren bekommt. Auch längere Trockenperioden und überdurchschnittlich viele Hitzetage treten immer wieder auf. Früherer Vegetationsbeginn, Fichtensterben und die Einwanderung neuer Arten sind die Folgen.

Jetzt macht sich das Pielachtal fit für die Klimazukunft. Das Regionalbüro Pielachtal bekam die Zusage zur Teilnahme am KLAR-Programm vom Klima- und Energiefond und dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. Damit wird das Pielachtal zur Klimawandel-Anpassungsmodellregion. Bis Ende Dezember wird ein regionales Anpassungskonzept für die Kleinregion erarbeitet.

Fit für die Klimazukunft

Gemeindeverwaltung und -politik sowie Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen wie Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Wasserwirtschaft, Raumentwicklung und andere werden fachliche Unterstützung von Alexander Simader von spectra.today GmbH und Wolfgang Schoberleitner vom Ingenieurbüro mitPlan GmbH bekommen.

Ziel ist es, Schäden und negative Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und Chancen bestmöglich zu nutzen. Zum Teil haben die Gemeinden bereits Maßnahmen gesetzt oder eingeleitet, wie Hochwasserschutz, DrainGarden und Renaturierungen entlang der Pielach.

„Wir werden in den nächsten Jahren breites Bewusstsein für den Klimawandel schaffen, um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können. Nur so können die Lebensqualität und der vitale Lebens- und Wirtschaftsraum erhalten bleiben“, ist der Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Kurt Wittmann überzeugt.

„Wir werden in den nächsten Jahren breites Bewusstsein für den Klimawandel schaffen, um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können"

Auch der Klimaschutz bleibt weiter Thema im Tal. Die acht Klimabündnisgemeinden nehmen am e5-Programm, bei „Niederösterreich radelt“, sie forcieren den Ausbau von Photovoltaikanlagen, der Biomasse und von e-carsharing. „Der Klimaschutz bekämpft die Ursachen des Klimawandels, mit der Anpassung werden Maßnahmen gesetzt, um die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels zu bewältigen“, erklärt Wittmann.

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