Teststraßen im Pielachtal werden gut genutzt. Fünf Pielachtal-Gemeinden bieten kostenlose Antigen-Tests an, auch in zwei Apotheken im Tal sind mit dabei.

Von Gila Wohlmann, Nadja Straubinger und Gerhard Hackner. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:07)
Fleißig in der Teststraße in Rabenstein helfen Antonia Stöckl und Hannah Grumbäck (von links).
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Der Kampf gegen das Corona-Virus geht weiter. Für Termine bei körpernahen Dienstleistern wie Frisöre, Kosmetiker und Fußpflege ist derzeit ein negativer Antigen-Test nötig, der maximal 48 Stunden alt sein darf. Vier Pielachtalgemeinden (Ober-Grafendorf, Rabenstein, Kirchberg, Frankenfels) betreiben ihre Teststraße bereits, ab kommenden Sonntag steigt auch Hofstetten-Grünau mit einer Teststraße ein.

„Erst wollten wir unsere Rot-Kreuzstelle entlasten, weil wir dachten, es gibt sowieso genug Angebot“, erklärt Hofstetten-Grünaus Bürgermeister Arthur Rasch. Die Sanitäter halfen jedoch in Ober-Grafendorf mit. „Da haben wir uns gedacht, wir starten ebenfalls eine Teststraße“, so Rasch, der damit die anderen Gemeinden entlasten will.

„Es läuft gut, auch wenn wir vorher nie wissen, wie viele zum Testen kommen“, sagt Ober-Grafendorfs Bürgermeister Rainer Handlfinger, dessen klares Ziel ist, dass die Bürger „schnell testen gehen können“. Zwei Mal sei es bisher passiert, dass es zu einer Wartezeit von bis zu 40 Minuten gekommen ist. „Das ist zu lang“, so Handlfinger.

„Es läuft gut, auch wenn wir vorher nie wissen, wie viele zum Testen kommen“

Sehr gut läuft mittlerweile der logistische Ablauf in der Teststraße im Rabensaal im GuK Rabenstein, heißt es seitens der Gemeinde. „Die Leute sind sehr freundlich und verständnisvoll. Die Wartezeiten sind aber schwer abzuschätzen“, stellt Amtsleiterin Evelyn Gruber fest. Männer wie Frauen seien gleichermaßen testwillig; vor allem stellt sich aber in der Teststraße die Generation über 60 Jahren ein. Es nutzen auch Personen aus den umliegenden Gemeinden das Angebot. So kamen in der Vorwoche inklusive diesem Montag knapp über 700 Personen zum Test; der Montag war jeweils der schwächste Tag; der vergangene Dienstag mit rund 300 Testkandidaten der stärkste.

Auch in Kirchberg ist der Ansturm groß. Soviel, dass gleich in der Vorwoche die Testzeit um eine Stunde verlängert wurde. Wenn der Andrang weiterhin so groß bleibt, überlegen wir, einen dritten Termin einzuschieben“, sagt Kirchbergs Bürgermeister Franz Singer. Unterstützung kommt in der Gemeinde auch von der Herz-Jesu-Apotheke, die ebenfalls Tests anbietet. „Von der Bevölkerung wird das sehr positiv gesehen. Ich habe auch schon viel Lob bekommen, weil wir von den Testzeiten her sehr flexibel sind. Solange die Nachfrage so groß ist, werden wir die Testung weiterhin in unserer Apotheke anbieten“, betont Apotheker Nasser Mahmoodzadeh.

Ungebremst ist auch das Interesse an Tests in der Gemeinde Frankenfels, die bereits einen Zusatztermin eingeschoben hat. So waren es in der Vorwoche 610 Testungen.

Derzeit sind im Pielachtal und St. Margarethen insgesamt unter zehn Personen, die Covid19-positiv sind.