Ober-Grafendorf feiert "100 Jahre in der Natur". Die Naturfreunde-Ortsgruppe wurde 1919 gegründet. Ihre Aufgabe war es schon immer Schönheit der Natur zu schätzen und zu schützen, sich zu bewegen und Neues zu lernen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 14. Mai 2019 (04:16)
Naturfreunde
Einmal in der Woche treffen einander die Naturfreunde-Mitglieder zum gemeinsamen Nordic Walking. Außerdem stehen Radfahren, Bergsteigen und Wintersport-Aktivitäten auf dem Programm.

Raus aus der Wohnung, rein in die Natur: so lautet das Motto in Ober-Grafendorf nun schon seit 100 Jahren. 1919 wurde die Naturfreunde-Ortsgruppe gegründet.

Zur Zwischenkriegszeit sollte die hart arbeitende Bevölkerung durch Wanderungen und Ausflüge eine Möglichkeit bekommen, dem Alltag entfliehen zu können. „Es war sehr viel Idealismus und Glaube an die Zukunft notwendig, um sich einer so großen Herausforderung zu stellen“, ist der heutige Vorsitzende Friedrich Panz überzeugt.

Friedrich Panz ist seit 29 Jahren
Friedrich Panz ist seit 29 Jahren Vorsitzender der Naturfreunde-Ortsgruppe. Lisa Röhrer

Die Aufgabe wurde aber bewältigt: 70 Mitglieder trafen einander ab 1919 regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten in der Natur – bis die Gruppe 1934 durch das Nazi-Regime wieder aufgelöst wurde. Erst 1946 wurden die Vereinsaktivitäten wieder aufgenommen.

„Unser Ziel ist es, dass sich die Jugend in der Natur bewegt und Freude daran hat“

Gemeinsame Wanderungen gehören bis heute zum Programm des Vereins, der mittlerweile 450 Mitglieder zählt. In der schönen Jahreszeit werden außerdem wöchentliche Radfahr-, Bergsteig- und Nordic-Walking-Aktivitäten organisiert. Zeit im Freien verbringen die Mitglieder aber auch, wenn es draußen stürmt und schneit: Dann unternehmen sie gemeinsam Wintersport-Ausflüge.

„Unser Ziel ist es, dass sich die Jugend in der Natur bewegt und Freude daran hat“, erzählt Friedrich Panz, der der Ortsgruppe schon seit 29 Jahren vorsteht. Junge Menschen sollen wissen, was sie an der Natur haben, Älteren wird ein Rahmen geboten, um gemeinsam Zeit im Freien zu verbringen. „Wir wollen natürlich auch Wissen vermitteln und setzen uns für den Umweltschutz ein“, erzählt Panz. Deshalb werde etwa immer wieder ein Waldlehrpfad für Kinder organisiert und zum Rätselwandertag geladen.

„Wir wollen natürlich auch Wissen vermitteln und setzen uns für den Umweltschutz ein“

Gefeiert werden soll das Jahrhundert voller Aktivitäten in der Natur bei einem Jubiläumsfest im Herbst. Für Panz soll das eine der letzten Aufgaben als Vorsitzender sein. „Nach 29 Jahren ist es langsam Zeit, aufzuhören“, erzählt der Jung-70er. Ein Nachfolger sei bereits in Aussicht.

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