Pielachtaler demonstrierten am Heldenplatz. Die Kirchberger Markus König, Bernhard Grassmann, Michael Enne und Martin Pfeiffer organisierten eine Kundgebung zur Aufklärung in der Landwirtschaft in Wien.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 03. Dezember 2019 (03:50)
Die Anliegen der Jungbauern Martin Pfeiffer, Markus König, Bernhard Grassmann und Michael Enne (3. bis 6.v. l.) wurden bei der Kundgebung von Bauernbund-präsident Georg Strasser, Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner, Julia Kollermann und Nationalrat Johann Höfinger (von rechts ) sowie Bürgermeister Anton Gonaus (links) unterstützt.
Hackner

Rund 200 Teilnehmer, viele aus dem bäuerlichen Bereich des Dirndltales kamen am Wiener Heldenplatz zusammen, um die Sorgen und Nöte in der Landwirtschaft darzulegen und eine Brücke zu den Konsumenten zu schlagen. Die Kirchberger Junglandwirte Markus König, Bernhard Grassmann, Michael Enne und Martin Pfeiffer freuten sich über die zahlreiche Unterstützung ihrer Privatinitiative zur Aufklärung in der Landwirtschaft. Auch Bauernbundpräsident und Nationalrat Georg Strasser, die Direktorin des NÖ Bauernbundes Klaudia Tanner und Nationalrat Johann Höfinger besuchten dieDemo. Kirchbergs Bürgermeister Anton Gonaus trat als Redner auf.

„Die Jungbauern haben Sorgen, auch noch morgen das Auskommen zu haben. Wir importieren billige Produkte aus dem Ausland und müssen gleichzeitig hohe Qualitäts-Standards zuhause erfüllen. Auch die Klimaveränderung trifft die Bauern“, so Gonaus.

Und: „Die Bauern brauchen die Konsumenten als Partner und einen fairen Preis für ihre regionalen Produkte. Die Städter sollen ein Bündnispartner der Landwirtschaft sein.“ Zwischendurch gab es Darbietungen der „201erMusi“ mit Angelika Topic und Philipp Fischbacher. Berührende Worte fand Jungbäuerin Gabi Kalteis aus Kirchberg bei ihrem Auftritt. Sie schilderte die Übernahme ihrer Landwirtschaft mit ihrem Gatten, die Investitionen im Betrieb, das tägliche Leben am Bauernhof, den Wert der regionalen Produkte und das es für faire Arbeit auch faire Preise geben soll. „Wir brauchen Zusammenhalt statt Handelsgewalt. Und anstatt der Spottpreishiebe brauchen wir viel mehr Heimatliebe.“

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