Biberdamm in Steinschaler Gärten: Maßnahmen für Sicherheit stehen an

In den Steinschaler Gärten in Rabenstein entstand über das Jahr ein neuer Damm. Sachverständiger sieht Gefahr von Verklausungen.

Erstellt am 17. Dezember 2021 | 04:56
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Der Biberdamm im Tradigistbach auf dem Areal der Steinschaler Gärten soll eine Gefahr darstellen. Grundbesitzer Johann Weiß will sich für den Erhalt einsetzen.
Foto: Weiß

Seit vielen Jahren leben im Teich beim Steinschaler Hof Biber und auch im Tradigistbach errichten sie immer wieder ihre Bauwerke. Im Laufe des Jahres entstand so auch im Tradigistbach wieder ein Damm auf dem Areal der Steinschaler Gärten.

Ein Sachverständiger hat den Bau bereits geprüft: „Es droht eine erhöhte Verklausungsgefahr am Durchlass des Bahndurchlasses und auch der Regenwasserkanal bei der oberliegenden Brücke der L 107 ist beeinträchtigt“, erklärt die Leiterin der Abteilung Naturschutz des Landes, NÖ Sandra Klingelhöfer.

Gärten-Guide Wirth: „Damm ist ein tolles Bauwerk“

Grundbesitzer Johann Weiß schätzte die Wahrscheinlichkeit für Verklausungen sehr gering ein und will sich für den Erhalt des Biberdamms einsetzen. „Der neue Biberdamm ist ein tolles Bauwerk“, betont Elke Wirth, die Biberführungen in den Steinschaler Gärten anbietet.

Der Damm ist über die letzten Monate gewachsen. „Der Biber kümmert sich sehr um seinen Damm. Dieser hat auch dem letzten Starkregen schon standgehalten“, berichtet Wirth über ihre Beobachtungen.

Das Land schlägt daher ein stufenweises Vorgehen vor. „Der Dammstandort soll unter Einhaltung einer Einstautiefe von mindestens 80 Zentimetern im Staubereich abgesenkt werden, um den Einlauf des Regenwasserkanals bei der Brücke freizuhalten“, erklärt Klingelhöfer. Die gefällten Bäume sollen aber aufgrund des Verklausungsrisikos entfernt werden.