Kampf gegen S 34 Projekt. Pielachtal / Der Verein Umwelt.Lebenswert engagiert sich seit Jahren gegen geplantes Straßenprojekt. Unterstützung dabei gibt es von den niederösterreichischen Grünen.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. Februar 2014 (08:52)
Ober-Grafendorfs Vizebürgermeister Walter Horinek und die grüne Klubobfrau Helga Krismer Huber übergaben an Erhard Zöchling (2.v.l) und Herwig Handler (r.) einen Preis für ihren Einsatz. Markus Glück
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Von Markus Glück

Die neue grüne Klubobfrau Helga Krismer Huber tourt gerade durch Niederösterreich, um sich die Anliegen der diversen Bürgerinitiativen anzuhören. Bei dieser Gelegenheit kam es auch in Ober-Grafendorf zum Aufeinandertreffen mit dem Verein Umwelt.Lebenswert von Erhard Zöchling und Herwig Handler.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei der Kampf des Vereins gegen die geplante S 34. „Wir haben es bei diesem Projekt mit einem Schildbürgerstreich zu tun, der geplante Abschnitt ist eine hochrangige Sackgasse“, war Krismer Huber mit dem Verein von Beginn an einer Meinung.

Ober-Grafendorf: 80 Prozent mehr Verkehrsbelastung

Handler, der sich seit Jahren mit den Problemen der Gemeinde Ober-Grafendorf und dem Umland auseinandersetzt, legte dabei ein breites Konvolut an Daten vor: „In Ober-Grafendorf wird es durch die S 34 um 80 Prozent mehr Verkehrsbelastung geben, was auch die Asfinag immer wieder bestätigt.“

Im Zusammenhang mit der Errichtung der S 34 vermisst die grüne Klubobfrau ein ordentliches Verkehrskonzept für den Zentralraum: „Ich habe das Gefühl, dass der Verein und unser Vizebürgermeister Walter Horinek, die einzigen in der Gemeinde sind, die bei diesem Projekt dagegen halten.“

"In Knotenpunkt passen flächenmäßig vier Orte"

Obmann-Stellvertreter Herwig Handler legte bei der Besprechung auch eine Studie vor, bei der festgestellt wurde, dass das geplante Straßenprojekt fast 14 Millionen zusätzliche Kilometer pro Jahr für die Verkehrsteilnehmer bedeuten würde.

„Der volkswirtschaftliche Schaden von rund 4.200 Tonnen CO ist dabei noch nicht eingerechnet“, zürnt Handler. Kritik gibt es vom Vereinsobmann Erhard Zöchling wegen des „überdimensionalen Verkehrsknotenpunktes“: „In die geplante Fläche passen die Orte Völtendorf, Schwadorf, Nadelbach und Pummersdorf ohne Probleme.“

"Finden wir keine bessere Lösung, ist es mit Lebensqualität vorbei"

Indes plädiert der Ober-Grafendorfer Vizebürgermeister Walter Horinek an die Verantwortlichen, sich noch einmal an einen Tisch zu setzen: „Finden wir keine bessere verkehrstechnische Lösung, dann ist es aufgrund des Verkehrsaufkommens mit der Lebensqualität in der Gemeinde vorbei.“