12 Millionen in Hochwasserschutz investiert. Nach 26 Jahren ist größtes Bauprojekt der Gemeindegeschichte fertig.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 22. Juli 2021 (04:24)
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Freuten sich über die Fertigstellung des Hochwasserschutzes in Kirchberg: Norbert Knopf, Wasserbau Land NÖ, Landtagsabgeordnete Doris Schmidl, Pfarrer Martin Hochedlinger, Stephan Pernkopf, Franz Singer, Anton Gonaus und Günter Liebel.
Gerhard Hackner, Gerhard Hackner

Bauabschnitt drei des Hochwasserschutzprojektes ist abgeschlossen. Damit wird das Ortszentrum auf einer Länge von fast 500 Metern vor den Fluten der Pielach geschützt.

„Dies ist für unsere Gemeinde ein Tag der Freude. Mit der Fertigstellung dieses Bauabschnittes gilt auch das Gesamtprojekt als abgeschlossen. Unser Dank richtet sich an alle, die dazu beigetragen haben, den Hochwasserschutz in Kirchberg zu verwirklichen“, betont Bürgermeister Franz Singer. Damit werden rund 500 Menschen vor den Fluten geschützt. Die Gesamtkosten für das größte Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde Kirchberg betrugen 12 Millionen Euro. Bund und Land haben jeweils 40 Prozent der Kosten übernommen. Singer sagt: „Ohne diese finanzielle Unterstützung hätten wir das als Gemeinde nicht geschafft“. Federführend zur Verwirklichung des Projektes beigetragen hat Alt-Bürgermeister Anton Gonaus.

Er berichtete von den Anfängen im Jahr 1994 bis jetzt: „Bis zu 100 Liegenschaften waren von Hochwässern betroffen. Nach der Planung mussten wir von allen Anrainern Zustimmungserklärungen einholen, Überzeugungsarbeit leisten und das Projekt verwirklichen“. Der gesamte Flutschutz umfasst nun auf einen Kilometer Länge ein vier Hektar großes Rückhaltebecken, eine neue Klappwehr, Dämme und Ufererhöhungen nach dem HQ100 und darüber, ein neues Kleinkraftwerk sowie die Errichtung von Gehsteigen und Parkplätzen im Ortszentrum. Sektionschef Günter Liebel vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit meinte: „Der Schutz der Bevölkerung vor den Naturgefahren ist eine unserer wichtigsten Aufgaben.“

In seiner Festansprache betonte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Ihr habt hier Großartiges geleistet. Trotzdem muss uns klar sein, dass es vermehrt Wetterextreme geben wird und der Klimawandel real ist.“ 70 weitere Projekte sind in Umsetzung.