Amadeus Award: 5/8erl sind nominiert. Für die Band „5/8erl in Ehr’n“ kann beim größten Musikpreis Österreichs wieder gevotet werden. Nach dem Pandemie-Jahr sehnt sich die fünfköpfige Truppe nach Auftritten.

Von Anna Maria Backnecht. Erstellt am 28. April 2021 (04:11)
Bassist Hanibal Scheutz, Keyboarder Clemens Wenger, Sänger Bobby Slivovsky und Max Gaier und Miki Liebermann verbreiten mit ihrer Musik „Wiener Soul“.
 Astrid Knie,  Astrid Knie

Sechs aufgenommene Studio-Alben in den letzen 15 Jahren, fünf verliehene Amadeus Austrian Music Awards und jede Menge Jazz im Blut – das zeichnet 5/8erl in Ehr’n aus. 

Mit ihren Einflüssen aus Soul, Blues und Jazz definieren sie das „Wienerlied“ neu. Die Band mit Kirchberger Sänger Robert „Bobby“ Slivovsky ist nicht nur im Pielachtal bekannt. Spätestens seit dem Song „Siasse Tschik“ oder „Schneid die Melone an“ ist die Truppe in aller Munde. Nun ist die Band wieder für den Amadeus Award nominiert. In der Kategorie „Jazz/ World/Blues“ kann für die Gruppe bis 6. Mai wöchentlich gevotet werden. Die Bekanntgabe der Gewinner findet bei der 21. Verleihung des Preises statt. Ausgestrahlt wird das Spektakel Anfang September im ORF-Hauptabendprogramm. 

Mitten im Lockdown des letzten Jahres erschien am 17. April ihr neues Album „Yeah Yeah Yeah“. Die elf Songs am Album konnten sie für ihre Fans „noch viel zu wenig live spielen“, wie die Band via Facebook berichtet. „Circa acht Konzerte performten wir im Herbst, seitdem läuft bei uns die Warteschleife“, erzählt Bobby, der Gründungsmitglied, Komponist, Texter und Sänger der Wiener Soulband ist.

„Wir haben uns im Zwei-Wochen-Takt online über Zoom getroffen und uns ausgetauscht."

Das vergangene Jahr war für die Truppe musikalisch sehr ruhig: „Wir haben uns im Zwei-Wochen-Takt online über Zoom getroffen und uns ausgetauscht. Um zu musizieren müssen wir einfach beieinander sein, das ging im Lockdown nicht“, erzählt Silvovsky. Auch große Streaming-Veranstaltungen blieben aus. Das Quintett braucht den direkten Kontakt zu den Fans und Feedback vom Publikum: „So kommt  auch wieder Inspiration und somit entstehen neue Song-Ideen.“ 

Der Pielachtaler und Wahl-Wiener Bobby Slivovsky hat die Zeit der Pandemie großteils in Kirchberg verbracht. „Es ist wirklich schön, auch am Land leben zu können, vor allem während einer Pandemie. Man merkt die Veränderungen der Jahreszeiten deutlich und kann die Natur genießen“, schwärmt der Sänger. Mit Kirchberg verbinde er eine gute Gemeinschaft, schöne Landschaften und seinen Arbeitsplatz an der Musikschule. Ein Mal in der Woche unterrichtet der studierte Schauspieler und Jazzsänger an der Musikschule Pielachtal Popular-Gesang.

Die Zukunftspläne der fünfköpfigen Truppe sind bereits festgelegt: „Wir stehen in den Startlöchern und freuen uns einfach riesig auf Live-Konzerte. Auch um unser letztes Album so richtig unter die Menschen bringen zu können“, blickt Slivovsky freudig nach vorne. Dass Anspannung und Nervosität potenziell steigen, je länger die Künstler nicht vor Publikum performen, ist dem Sänger bewusst. „Desto größer ist aber auch die Vorfreude, endlich wieder auf einer Bühne zu stehen“, betont er. Wenn es die Corona-Situation erlaubt, sind 5/8erl in Ehr’n schon im Mai live zu sehen. Genauere Informationen unter: www.5achterl.at