Traditions-Betrieb schließt seine Pforten. Heinz Hubmayer (62) geht mit 31. August in Pension. In seinem Geschäft legte er immer höchsten Wert auf Regionalität.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 29. August 2017 (05:26)
NOEN, Josef Scharf
Familie und Belegschaft feierten den Abschied im Steinschalerhof (v. l.): Herta Karner, Helga Tritscher, Heinz Hubmayer, Leopold Tritscher, Eva Harreiter, Elke Purer, Hermann König, Vroni Tritscher, Inge Scharf, Johann Seidl, Christine Geiswinkler, Gabi Fohrafellner, Peter Gotsbacher, Kathi Wieland, Theres Hubmayer sowie Martin und Christoph Hubmayer.

66 Jahre lang versorgte die renommierte Fleischhauerei Hubmayer im Ortszentrum mit Wurst- und Fleischspezialitäten aus der Region. Mit 1. September schließt der Traditionsbetrieb, als letzter von drei Fleischereien in Kirchberg.

Fleischermeister Heinz Hubmayer, der das Verkaufsgeschäft in der Soisstraße 1 und den Schlachtbetrieb 1982 von seinen Eltern übernommen hat, geht in Pension. Die Söhne der Familie übernehmen das Geschäft nicht. Martin Hubmayer ist Facharzt für Innere Medizin und als Oberarzt am Landeskrankenhaus Mostviertel in Scheibbs tätig. Christoph Hubmayer führt erfolgreich ein Wiener Kaffeehaus in Lissabon.

Herber Verlust für das Tal

Die Firma beschäftigte rund zehn Arbeitskräfte und Aushilfen. Auch für viele Kunden ist die Schließung des Geschäfts mit dem Partyservice und Catering, der täglichen Essens-Zustellung und dem Regionalladen mit Produkten aus dem Tal ein Verlust. Für die Nachmittagsbetreuung in der Schule und den Kindergarten muss sich die Gemeinde um einen neuen Lieferbetrieb umsehen.

Heinz Hubmayer berichtet von seinen Grundsätzen: „Wir haben all die Jahre hindurch zur Herstellung unserer Fleisch- und Wurstwaren das Vieh für die Eigenschlachtungen ausschließlich von Bauern aus der Region bekommen.“ Nun freut er sich auf mehr Freizeit, die er mit Gattin Theres und seinen vielen sportlichen Hobbys verbringen wird.