Dirndlsträucher am Hohensteingipfel gepflanzt. Gärtnern in luftigen Höhen: Neben dem Otto-Kandler-Haus blüht jetzt die Signaturpflanze des Pielachtals.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 12. Juni 2021 (03:22)
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Auf 1.195 Meter Seehöhe direkt neben dem Otto- Kandler-Haus am Hohenstein haben Josef Fuxsteiner von der Dirndlmanufaktur und Norbert Lang vom Alpenverein (v.l.) die Leitfrucht des Pielachtales, zwei Dirndlsträucher, gepflanzt.
Grete Niederhametner, Grete Niederhametner

Jetzt gibt es die Dirndl auch im Gipfelbereich des Hohensteins auf 1.195 Metern Seehöhe. Rechtzeitig zu Beginn der Hüttensaison pflanzten Josef Fuxsteiner von der Dirndlmanufaktur in Tradigist und Norbert Lang vom Alpenverein St. Pölten zwei Dirndlsträucher direkt neben dem Otto-Kandler-Haus.

Josef Fuxsteiner berichtet: „Auf den Hängen des Hohensteins gibt es den Gelben Hartriegel schon immer. Nun haben wir zwei Exemplare dieser robusten Pflanzenart und Leitfrucht des Pielachtales neben dem Otto-Kandler-Haus am Hohenstein gepflanzt.“ Bis zur Ernte der ersten Früchte wird es allerdings noch einige Zeit dauern.

Herausforderung für ehrenamtliches Team

Die Wandersaison stellt auch heuer für alle Schutzhütten wieder eine große Herausforderung dar. Die Hüttenöffnung konnte erst verspätet mit 22. Mai erfolgen. Und auch in dieser Saison müssen im Zusammenhang mit den Covid-19-Maßnahmen wieder strenge gesetzliche Vorgaben zum Schutz der Gesundheit eingehalten werden. Schutzhütten sind hier den Gastro-Betrieben gleichgestellt, das heißt, auch beim Hüttenbesuch gilt die 3-G-Regel: geimpft - getestet – genesen. „Die Akzeptanz bei den Besuchern dazu überwiegt zum größten Teil, kritische Stimmen gibt es aber leider auch“, meint Norbert Lang. 

Wenige Schäden auf Wegen

Außerdem: „Die Einhaltung der Corona-Bestimmungen bedeutet auch für die Verantwortung des Alpenvereins und unser ehrenamtliches Hüttenteam eine neue Situation. Trotzdem haben wir gemeinsam beschlossen, das Otto-Kandler-Haus zu den gewohnten Öffnungsterminen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen als alpinen Stützpunkt zu öffnen und zumindest einen Terrassenbetrieb anzubieten“.

Bei den Anstiegswegen zum Hohenstein gab es heuer im Gegensatz zum Vorjahr nur geringe Schäden zu beheben. Die Wege und Steige werden ebenfalls ehrenamtlich von Mitgliedern des Alpenvereines betreut. Norbert Lang informiert und beruhigt: „Bei Nässe kann es durch die Bodenbeschaffenheit an gewissen Stellen schon rutschig werden, was sich aber nach ein oder zwei trockenen Tagen wieder gibt.“