Rege Debatte um Ampel bei Eisenbahnkreuzung. Mit der Stimmenmehrheit der ÖVP wurde beschlossen, dass Schwerbach eine Lichtzeichenanlage bekommt. FPÖ für Projekt-Verschiebung, SPÖ gegen die Anlage.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 12. Juni 2020 (03:16)
Der Kirchberger Gemeinderat hat den Beschluss gefasst, den Bahnübergang der Himmelstreppe in Schwerbach mit einer Lichtzeichenanlage abzusichern.
Hackner

Ausgiebig diskutiert wurde von den Gemeinderäten bei der jüngsten Sitzung die Absicherung der Eisenbahnkreuzung in der Nähe der Haltestelle Schwerbach mit einer Lichtzeichenanlage. Der Antrag wurde mit der Stimmenmehrheit der ÖVP-Fraktion angenommen.

Bürgermeister Franz Singer (ÖVP) informierte, dass schon seit einiger Zeit darüber verhandelt wird. Nun wäre mit der NÖVOG die entsprechende Vereinbarung zur Absicherung des Bahnüberganges der Mariazellerbahn in der Nähe der Haltestelle Schwerbach abzuschließen. Die Errichtungskosten betragen rund 140.000 Euro, wovon die Gemeinde die Hälfte zu übernehmen hat. Die Umsetzung des Projektes würde aber ohnehin erst in ein bis zwei Jahren erfolgen. FPÖ-Gemeinderat Willi Weinmeier meinte: „Ich trete für eine Verschiebung dieses Projektes ein. Meiner Meinung nach wird der Übergang im Sommer nur zur Erntezeit und im Winter gar nicht benötigt.“ Geschäftsführender Gemeinderat Josef Keil führte aus, dass die SPÖ-Fraktion dem Vorhaben nicht zustimmt: „Derzeit ist es kein öffentlicher Übergang. Eine Lichtzeichenanlage wäre dann wichtig, wenn der dort schon einmal angedachte Radweg vorbeiführen würde.“ ÖVP-Amtskollege Josef Engel wiederum betonte, dass diese Eisenbahnkreuzung von einem Liegenschaftsbesitzer und cirka 17 Fahrtberechtigten sowie Fußgängern und Wanderern benützt wird und die Sicherheit das oberste Gebot sein müsse. Der Antrag wurde mit der Stimmenmehrheit der ÖVP-Fraktion angenommen. Die fünf SPÖ- und der FPÖ-Mandatar stimmten dagegen. Stimmenthaltungen gab es von den Gemeinderäten Herbert Gödel und Gerald Pottendorfer (beide ÖVP).

Derzeit ist das Überqueren des Bahnüberganges nur nach Anmeldung erlaubt. Berechtigte müssen bei der NÖVOG anrufen und nach Einholung der Erlaubnis den Eisenbahnübergang unverzüglich überqueren.