Stürme zerrütteten 1.000-jährige Eibe. Ein Jahrtausend trotzt eine Eibe in der Nähe des Hofes Steinbauer in Kirchberg schon Wind und Wetter.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 14. November 2020 (03:25)
Der letzte Sturm setzte der tausendjährigen Eibe besonders zu.
Hackner

Seit einigen hundert Jahren trotzen über dreißig Eiben alljährlich den brausenden Stürmen und Regenböen in der Nähe des Hofes Steinbauer der Familie König in der Kirch-berggegend. Ein besonders wertvolles Naturjuwel ist dabei die „tausendjährige Eibe“. „Vor mehreren Jahren wurde bei diesem Baum bereits der Wipfel abgerissen. Immer wieder gibt es an der Eibe bei Unwettern Beschädigungen; zuletzt vor einigen Wochen, wobei eine Sturmböe seitlich mehrere große Äste zerzauste und abriss“, erzählt Landwirt Karl König.

Alle Eiben beim Hof Steinbauer wurden vor zig Jahren als NÖ Naturdenkmäler ausgewiesen und stehen unter Naturschutz. Auch die 1.000-jährige Eibe ist mit einer Tafel als solche gekennzeichnet. Darum gab es in all den Jahren immer Bemühungen, den Baum zu erhalten; so wurden bei der Eibe nach einer schweren Beeinträchtigung sogar von Baumchirurgen Sanierungsarbeiten durchgeführt. Die neuerliche Beschädigung wurde nun vom Landwirt Karl König dem Bezirksförster gemeldet, um eine Kontrolle zu veranlassen.

„Vor einigen Jahren kam ein Experte, um unsere Eibe zu untersuchen. Gemäß seiner Expertise ist der Baum rund 900 bis 1.400 Jahre alt“ Elfriede König

Seine Mutter, Elfriede König, weiß zu erzählen: „Vor einigen Jahren kam ein Experte und Naturkundler extra aus der Schweiz angereist, um unsere Eibe zu untersuchen und Proben zu entnehmen. Gemäß seiner Expertise ist der Baum rund 900 bis 1.400 Jahre alt“. Damit wurde die Namensgebung als tausendjährige Eibe bestätigt.

Auch bei Tagungen, wo es um Wald- und Forst ging, wurden immer wieder Bilder des altehrwürdigen Baumes gezeigt und darüber berichtet. Da es bei der Familie König den beliebten „Urlaub am Bauernhof“ gibt, wird die Eibe auch von den Urlauberfamilien bestaunt.