An der Front im Pielachtal. Nadja Straubinger zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 18. Mai 2015 (11:02)

Erinnerungen können angenehm sein, manchmal sind sie aber auch schmerzhaft. Im Falle des Zweiten Weltkrieges ist es eine Zeit, an die manche nicht gerne denken möchten. Letzte Woche erinnerten sich Zeitzeugen im Pielachtal an diese Zeit voller Gräueltaten. Am 6. Mai 1945 wurden sieben Kinder durch russischen Beschuss getötet – drei Tage später wurde der Krieg beendet.

Die Zeitzeugen, die uns berichten könnten, werden immer weniger, umso mehr Gehör sollten wir ihnen schenken. Margarete Engelscharmüller wurde als Sechsjährige durch eine Mine schwer verletzt – Geschichten wie diese rütteln auf und machen bewusst, wie gut wir es haben, weil wir in Frieden leben können. Viele Menschen haben dieses Privileg nicht. Umso wichtiger ist es, dass wir uns die Fehler der Vergangenheit bewusst machen und alles daran setzen, dass sie sich nicht wiederholen. Und da ist die Zusammenarbeit aller Institutionen gefragt.

Jeder kann sich selbst an der Nase nehmen, denn Toleranz und Menschlichkeit sind die besten Voraussetzungen dafür, dass eine Schreckensherrschaft wie das NS-Regime heute keine Chance hätte.