Erstellt am 10. Januar 2017, 05:33

von Nadja Straubinger

Ein Euro im Monat ist zu verkraften. Nadja Straubinger über die Erhöhung der Müllgebühren.

Ein neues Jahr bringt nicht immer nur Gutes. Diesmal bringt es etwa auch die Erhöhung der Müllgebühr durch den Gemeindeverband für Umweltschutz und Abgabeneinhebung (GVU) des Bezirkes St. Pölten.

Anders als beispielsweise in der Stadt St. Pölten erfolgte die Anhebung ohne große politische Diskussion. Der GVU und die Pielachtaler Entscheidungsträger argumentieren unisono damit, dass die Gebühren seit zehn Jahren nicht angehoben wurden. Die Ortschefs heben außerdem hervor, dass die Gebühren die niedrigsten im Land bleiben. Einzig bei der Frage, ob nicht eine automatische Indexanpassung besser wäre, sind sich nicht alle einig. So „outet“ sich Rainer Handlfinger aus Ober-Grafendorf als Freund der „kleinen Anhebungen“.

Gegen diese Philosophie spricht, dass der erwünschte erzieherische Effekt nicht eintritt, wenn es nur um Cent-Beträge geht. Denn, wenn eine Gebührenerhöhung einen Nutzen haben kann, dann den, dass Bürger wieder mehr auf Müllmengen und Mülltrennung achten. Und damit die Grundlage dafür legen, dass die Kosten für die Müllentsorgung nicht kontinuierlich steigen.