Gasthaus bleibt zum Teil erhalten. Nadja Straubinger über eine Ära, die langsam zu Ende geht.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 20. September 2016 (05:37)

Niemand verzichtet gern auf Gewohntes. Und so verwundert es nicht, dass auch die Bevölkerung in Hofstetten-Grünau keine Freude damit hatte, als sie in der NÖN las, dass der Kirchenwirt geschlossen wird. Die Wirtsleute treten ihren wohlverdienten Ruhestand an. Nachfolger konnten sie trotz intensiver Bemühungen keinen finden.

Gefunden haben sie jetzt allerdings eine Lösung, die dem Dorf zumindest nicht auf einen Schlag das Wirtshaus nimmt. Gemäß dem Motto „Der Name ist Verpflichtung genug“ wird der Kirchenwirt an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 12 Uhr offen bleiben. Für die Mentils ist diese Entscheidung sicher keine einfache gewesen, sie war aber richtig. Damit ist gewährleistet, dass das Dorfleben nach der Kirche wie gewohnt gepflegt werden kann – auch, wenn diese Lösung wohl keine dauerhafte sein wird.

Die Mentils verschaffen mit diesem Übergang dem Kirchenwirt aber noch eine Chance, in der Hoffnung, doch einen Pächter zu finden. Nach einer Schließung des Gasthauses wäre diese Suche nach einem Nachfolger wohl hoffnungslos.