Gut für Geschäft und Umwelt. Über die Neugründung eines Nahversorgers.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 10. Februar 2021 (03:35)

Lange war es Ortsgespräch. Und als es schließlich geschah, ging ein Aufschrei durch die sozialen Medien: In Kirchberg, wo es einst drei Fleischhauer gab, 2017 sperrte der letzte Traditionsbetrieb zu. Er hatte keinen Nachfolger gefunden.

Noch im Februar wird es in der Gemeinde wieder einen Fleischer geben. Michael Grubner eröffnet mit Unterstützung seiner Mutter Josefa die Fleischwerkstatt. Mit einem neuen Nahversorgungsbetrieb wagt der Fleischermeister in dieser unsicheren Zeit den Schritt in die Selbstständigkeit. Der junge Fleischermeister haftet sich auch Regionalität auf die Fahnen. Das Vieh kommt von Bauern aus dem Pielachtal und der eigenen Landwirtschaft.

Damit werden die Transportwege werden kurz gehalten. Gerade weil sich die Region derzeit intensiv mit dem Klimawandel auseinandersetzt, ist das ein wichtiges Thema. Mit dem Schnitzel vom Fleischer kann man nicht nur den Unternehmer unterstützen, sondern auch die Umwelt.