Hüttensperre zur Wanderzeit. Gila Wohlmann über Kritik rund um die Julius-Seitner-Hütte.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 28. Oktober 2020 (03:07)

Die Julius-Seitner-Hütte am Eisenstein gilt als beliebtes Wanderziel. Derzeit können Besucher hier allerdings nicht bewirtet werden. Der Grund: Sanierungsarbeiten. Der Pächter darf nur vor dem Gebäude ausschenken. Und das in der Hoch-Zeit der Wandersaison.

Stammgäste äußern jetzt heftige Kritik am Betreiber der Hütte, dem Alpenverein-Gebirgsverein. Von Schlendrian, mangelndem Baufortschritt, von einer bewussten, existenzgefährdenden Schikane am Pächter ist hier die Rede.

Die Vorwürfe sind für den Hütteneigentümer aus der Luft gegriffen. Als Verein sei man interessiert, die Sanierung rasch abzuschließen, nicht zuletzt wegen fehlender Pachteinnahmen. Das klingt plausibel. Die Umbauarbeiten geschehen nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil sie behördlich auferlegt sind. Corona hat den Baufortschritt überdies verzögert. Bei allem Verständnis für die Besucher-Kritik: Man darf auch nicht vergessen, der Verein agiert ehrenamtlich. Für seine Gäste.