Musik kennt keine Grenzen. Über ein Angebot der Wirth Akademie.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 12. August 2020 (03:05)

Vom Nordiran ins Pielachtal: So weit hat es Arash Roushenas schon geschafft.

Letzte Woche durfte der iranische Asylwerber an der Wirth- Sommerakademie teilnehmen, aber nicht, weil er so ein bedauernswerter Flüchtling, sondern weil er einfach gut ist. Roushenas singt, spielt Geige und Gitarre. Er hat in seiner Heimat Musik studiert, doch freie Künste sind in der radikal-politischen Stimmung, die den Iran großteils dominiert, nicht erwünscht. Freie Meinung ebenso wenig. Beides hat Roushenas gewagt, zu leben. Haft und Misshandlungen waren die Strafe dafür. Als Pazifist ergriff er die Flucht ins freie Österreich.

Was ihn traurig macht, ist, dass die österreichischen Behörden ihm keinen Glauben schenken. Sogar ein Buch hat er deswegen verfasst. Durch Zufall wurde die Pielachtaler Musiker-Familie Wirth auf ihn aufmerksam. Roushenias weiß das Angebot zu schätzen. Und bildet sich eifrig fort, in der Hoffnung, in Österreich einmal selbst unterrichten zu dürfen.