Streetwork am Zug der Zeit. Über mobile Jugendarbeit im Lockdown.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 18. November 2020 (03:10)

Jugendliche dort aufsuchen, wo sie sich aufhalten. Ihnen ein offenes Ohr schenken. Für Probleme, die Angehörige nicht erkennen oder ihnen keine Hilfestellung bieten können: Das macht das „Streetwork Pielachtal.“

Ein alter Waggon am Bahnhof Klangen soll nun Anlaufstelle für junge Menschen werden, insbesondere für jene, die keinen Anschluss finden. Dieser kann jetzt wegen des Lockdown nicht genutzt werden. Fehlende Freizeitangebote und „Social distancing“ fördern aber Vereinsamung. Kontakte dürfen im Moment nur im engsten Angehörigenkreis stattfinden. Familiäre Spannungen bleiben da oft nicht aus. Gerade jetzt braucht es Jugendangebote. Streetwork schafft diese. So können Jugendliche jetzt online Ideen zur Gestaltung des Waggons einbringen. Wenn Abstandhalten angeordnet ist, gehen die Streetworker erst recht auf die Jugend zu – im offenen Raum, per Telefon und natürlich via Social Media. Das ist Jugendarbeit am Zug der Zeit. Ein Lockdown ist eben kein Endbahnhof.