Lesen statt telefonieren. Über Kirchbergs offenen Bücherschrank.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 21. Januar 2020 (04:05)

Zwei Romane liegen bei mir am Schreibtisch und warten auf den offenen Bücherschrank. Zugegeben vor allem deshalb, weil ich selbst nichts mit ihnen anfangen kann. Aber genau darin liegt ja auch der Sinn des öffentlichen Lesetreffs: Hinbringen, was man schon gelesen hat oder nie lesen wird. Ausborgen, was man spannend findet.

Nun zählt auch Kirchberg zu jenen Orten, die über einen sogenannten „offenen Bücherschrank“ verfügen. Die Gemeinde entschied sich, wie andernorts bereits üblich, eine ehemalige Telefonzelle umzugestalten: SPÖ-Gemeinderat Christian Hörmann bestückte sie mit einer Erstausstattung von 280 Werken.

Von Romanen, über Sachbücher, Ratgeber bis zu Kinderbüchern und Comics sind die Kirchbergerinnen und Kirchberger nun aufgefordert, den Bücherschrank noch weiter fleißig zu befüllen. Und dann geht‘s ans Ausborgen. Kann ja ganz spannend sein, einmal herauszufinden, was der Nachbar eigentlich so liest.