Marke verdient einen guten Ruf. Nadja Straubinger über ein Gerücht, das viel zerstören kann.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 05. September 2017 (05:16)

Wer Dirndlprodukte sieht, denkt unweigerlich an das Pielachtal. Das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Bemühungen, diese Marke aufzubauen. Jetzt bedroht ein Gerücht diese langwierigen Aufbauarbeiten.

Es ist ein Gerücht, das immer wieder auftaucht: Das Pielachtal könne den großen Bedarf an Dirndlfrüchten nicht decken, deswegen sollen manche Produzenten auf Früchte aus Kasachstan ausweichen. So hieß es kürzlich in einer Tageszeitung.

Die Produzenten wehren sich gegen die Vorwürfe: Es gebe genug Früchte, um den Bedarf zu decken. Zum Teil werden nicht einmal alle Sträucher bearbeitet. Besonders die Mitglieder der „Dirndl-, Edelbrand- und Dörrobstgemeinschaft“ seien Kleinproduzenten, die nur verarbeiten, was sie haben, ist Obfrau Elfriede König überzeugt.

Was vom Gerede bleibt, ist ein fader Beigeschmack. Selbst wenn nichts an den Gerüchten dran ist – in den Köpfen der Menschen wurde der Samen für Misstrauen aber bereits gesät. Für die Marke und die Produkte kann man nur hoffen, dass ihr Ruf nicht auf Dauer befleckt wurde.