Mitleid, das es schlimmer macht. Über illegalen Welpenhandel.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 06. August 2019 (03:49)

Wer hat sie noch nicht gesehen? Menschen mit einem Hundewelpen in der Jacke versteckt, der zum Kauf angeboten wird. Die anderen Welpen warten noch fiepend im Kofferraum. Der Welpenhandel boomt. Auch im Pielachtal ließ sich jemand erweichen, nahm ein solches Hundebaby bei sich auf. Weil der Kauf nicht legal war, beschlagnahmte die Polizei das Tier aber und brachte es ins Tierheim.

Sicher war es Tierliebe oder Mitleid, die zu diesem Kauf geführt haben. Aber dieses Mitleid ist es, das den Geschäftszweig weiter anheizt. Natürlich auch der Wunsch nach einem „billigen“ Hund. Zahlt man für einen Rassehund bei einem seriösen Züchter über 1.000 Euro, sind sie aus den „Vermehrungsstationen“ wesentlich günstiger zu haben. Dass sich der günstige Kauf oft rächt, weil die Kleinen nicht richtig sozialisiert, zu früh von der Mutter getrennt wurden oder krank sind, wird nicht bedacht. Da sind das Mitleid und die Tierliebe jedenfalls besser in einen Hund aus dem Tierheim investiert.