Nicht alle Drogen sind illegal. Nadja Straubinger über das Suchtpräventions-Projekt im Pielachtal.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 13. Oktober 2014 (09:48)
NOEN, Photographer: Fotoprofis / Geral

Das Pielachtal gilt als Vorreiter für nachhaltige Entwicklung. Dass es aber nun auch in der Suchtprävention diese Rolle einnimmt, ist vielen nicht bewusst: Bereits seit dem Vorjahr beschäftigen sich fünf der acht Gemeinden in drei Teams mit dieser Thematik.

Das ist vorbildlich, denn Sucht ist nicht nur eine Folge illegalen Drogenkonsums, sondern eine Krankheit, die in vielerlei Form auftreten kann – sei es in Verbindung mit Alkohol, Nikotin, Arbeit oder vielleicht auch Smartphones. Sich einzugestehen, dass nicht mehr alles in den richtigen Bahnen läuft, ist aber oftmals schwer. Gerade auch, weil die meisten Abhängigkeiten bei völlig legalen Drogen auftreten.

Das macht es folglich nötig, die Festkultur zu überdenken: Häufig kosten alkoholfreie Getränke ähnlich viel oder gar mehr als alkoholhaltige. Das kann so nicht sein, meinten wohl auch die Mitglieder der Feuerwehr Weinburg: Sie erstellten für ihr eigenes Fest im Rahmen des Präventionsprojektes eine neue Getränkekarte mit alkoholfreien Drinks zu fairen Preisen. Ein richtiger, wichtiger und hoffentlich ein wegweisender Schritt für die Gesellschaft.