Weniger Gift, mehr Aufwand. Über das Glyphosat-Verbot.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 09. Juli 2019 (04:51)

Der Einsatz von Glyphosat wird verboten, das beschloss der Nationalrat in der Vorwoche. Das Unkrautvernichtungsmittel steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Obwohl es noch abzuwarten gilt, ob der Beschluss auch EU-Recht konform ist, gehen die Wogen bei konventionellen Landwirten hoch. Sie bereiten das Feld nach der Winterbegrünung für die neue Feldfrucht damit vor, um die Konkurrenz durch andere Pflanzen zu eliminieren, Gemeinden setzen es etwa ein, um Wege, Friedhöfe oder gar Spielplätze von lästigem Unkraut freizuhalten und auch Private schätzen den Einsatz, damit kein Unkrautpflänzchen vorwitzig aus der schönen Kieszufahrt lugt.

Ackerbau spielt im Pielachtal keine Rolle, im Einsatz ist das Unkrautvernichtungsmittel wenn, nur im Privatbereich. Denn die Gemeinden sind wieder einmal Vorreiter. Sie haben sich als Glyphosat-frei deklariert und greifen auf andere Methoden zurück. Vorbildlich: Denn das führt jedenfalls zu einem höheren Arbeitsaufwand.