Wenn niemand zu Hilfe kommt. Über die fehlenden Helfer.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 27. August 2019 (02:54)

Gemütlich sitzt die Familie beim Abendessen zusammen, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Schlagartig ist alles anders: Der Vater greift sich an die linke Brust und sackt in sich zusammen. Alle wissen, was zu tun ist, die Rettung muss alarmiert werden. Was aber ist, wenn sich keine Freiwilligen oder Zivildiener gefunden haben, die Dienst auf der örtlichen Rettungsstelle versehen? Ein Szenario, das jedem kalte Schauer über den Rücken jagt.

Im Pielachtal suchen die meisten Rettungsstellen Nachwuchs. Oft können nicht mehr alle Dienste besetzt werden. Hauptsächlich werden Freiwillige aus den Zivildienern rekrutiert, aber die werden weniger, auch weil nun die geburtsschwachen Jahrgänge dran sind. Und auch die Verweildauer der Freiwilligen bei den Rettungsdienststellen wird kürzer, weil die Dienste in Kombination mit Job und Familie nicht mehr machbar sind. Umso wichtiger ist die Wertschätzung der Menschen, die täglich für uns im Einsatz sind: Wir brauchen sie!