Pielachtal möchte bei neuem Förderprogramm dabei sein. Viele Projekte im Tal umgesetzt. Fördermittel für Übergangszeit.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 05. Februar 2021 (03:42)
„In der abgelaufenen Förderperiode konnten durch LEADER viele Projekte in der Region Mostviertel-Mitte erfolgreich gefördert werden“, freuen sich Obmann Anton Gonaus und Leadermanagerin Petra Scholze-Simmel. Nun gilt es, rechtzeitig die Voraussetzungen für das neue Förderprogramm für die Jahre 2021 bis 2027 zu schaffen.
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In den letzten sieben Jahren wurden in der LEADER-Region Mostviertel-Mitte zahlreiche Projekte verwirklicht. Viele davon im Pielachtal wie etwa der Hofstettener Genussladen, Da Bauernlodn Kirchberg, der TEH Kräutergarten Weinburg oder das Projekt „Die Filmchronisten“.

Auch beim neuen EU-Förderprogramm möchte die Region wieder dabei sein. Denn: „LEADER-Regionen sind für den ländlichen Raum unverzichtbar. Jede Gemeinde profitiert direkt oder indirekt davon. Darum ist es wichtig, dass wir uns auch in der neuen Förderperiode um die Anerkennung als LEADER-Region bewerben und rechtzeitig alle Voraussetzungen dafür schaffen“, ist Obmann Anton Gonaus überzeugt. Viel zu wenige würden den Begriff LEADER noch kennen, dabei sei das Förderprogramm der Europäischen Union eine der wichtigsten Initiativen zur Stärkung der ländlichen Regionen, so Gonaus weiter.

„Für die Teilnahme am neuen LEADER-Programm muss unsere Region gewappnet sein.“ Leadermanagerin Petra Scholze-Simmel

Die Leaderregion Mostviertel-Mitte hat 39 Mitgliedsgemeinden mit 81.000 Einwohnern. Alle acht Kommunen aus dem Dirndltal sind dabei. In der Förderperiode 2014 bis 2020 hatte das Projekt-Auswahlgremium insgesamt 63 Einreichungen zu beurteilen. Obmann Anton Gonaus berichtet: „55 Projekte davon wurden schon umgesetzt oder sind in Umsetzung. Das Fördervolumen betrug 3,5 Millionen Euro. Damit wurden in der Region Investitionen in der Höhe von rund sieben Millionen Euro ausgelöst“.

In der Übergangszeit bis Ende 2022 stehen noch Fördermittel bereit. Im heurigen Jahr wird die Ausschreibung der neuen Förderperiode 2021 bis 2027 erwartet. Leadermanagerin Petra Scholze-Simmel informiert dazu: „Für die Teilnahme am neuen LEADER-Programm muss unsere Region gewappnet sein. Schon im März wird es eine Klausur der Funktionäre zur Vorbereitung der künftigen Strategie geben. Danach hält die LEADER-Region Mostviertel-Mitte ihre Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des Vorstandes ab.“

Wichtig dabei ist: „Dass die bisherigen Mitgliedsgemeinden ab Mai dieses Jahres wieder ihre Gemeinderatsbeschlüsse zur neuerlichen Teilnahme am LEADER-Programm fassen,“ appelliert Obmann Anton Gonaus an die BürgermeisterInnen und Gemeindevertreter. Und er spricht auch ein Problem der LEADER-Region an: „Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ist nicht so groß, wie es dieser Region und Förderschiene zustehen würde. Aber daran arbeiten wir.“

„Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ist nicht so groß, wie es dieser Region und Förderschiene zustehen würde. Aber daran arbeiten wir.“

In der neuen Förderperiode wird es Schwerpunkte in vier Aktionsfeldern geben: Steigerung der regionalen Wertschöpfung, Festigung der natürlichen Ressourcen und kulturelles Erbe, Stärkung von für das Gemeinwohl wichtigen Strukturen und Bioökonomie: Klimaschutz und Klimawandelanpassung.

Ím März dieses Jahrs soll die Klausur zur Vorbereitung des Strategieprozesses stattfinden. In der Folge dann die Neuwahl des Vorstandes. Im Sommer ist ein Bürgerbeteiligungsprozess zu den regionalen Zielsetzungen geplant.