Neue Parkplätze für Menschen mit Behinderung in Hofstetten

Johannes Schneider hat jetzt passende Parkfläche. Parkplatz bei Dr. Zeller verlegt.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 04:53
Lesezeit: 2 Min
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Alexandra Zeller, Gattin von Gemeindearzt Eduard Zeller, begrüßt die Verlagerung des Behindertenparkplatzes ein Stück weg von der B 39, so ist die Sicherheit vieler Patienten gewährleistet.
Foto: Grubner

Im Rollstuhl sitzen. Auf einen Gehstock oder Krücken angewiesen sein: Das macht den Alltag der Betroffenen nicht leichter. Vor allem, wenn man ins oder aus dem Auto will, stellen körperliche Einschränkungen oft eine große Herausforderung dar.

Das weiß Michaela Schneider, Gattin des pensionierten Hofstettener Tierarztes Johannes Schneider. Ihr Mann ist seit Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. In der Wohnhausanlage in der Konvalinastraße, wo das Paar lebt, kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit anderen Bewohnern, weil die Parkflächen zu eng waren.

Schneider konnte dadurch ihrem Gatten nicht ins Auto helfen. „Es war nicht möglich, die Türen ausreichend zu öffnen und meinen Mann daneben im Rollstuhl abzustellen“, erinnert sie sich. Auch auf Intervention beim Betreiber der Mehrparteienhausanlage konnte keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden (die NÖN berichtete).

Gemeinde hat für Anliegen Behinderter offenes Ohr

Michaela Schneider wendete sich daraufhin mit einer Bitte um eine Lösung an die Gemeinde. Mit Erfolg. „Plötzlich war da ein Parkplatz mit unserem Kennzeichen markiert“, freut sie sich und dankt für das Entgegenkommen.

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Der pensionierte Tierarzt Johannes Schneider hat jetzt einen gekennzeichneten Behinderten-Parkplatz in der Konvalinastraße.
Foto: Schneider

Denn die Gemeinde mit Bürgermeister Arthur Rasch und Vize Wolfgang Grünbichler hat den Parkplatz auf öffentlichem Gut in der Konvalinastraße nahe der Wohnhausanlage ermöglicht. „Wir freuen uns, wenn Herr Schneider dadurch jetzt leichter einsteigen kann. Da haben wir gerne geholfen“, sagt Rasch.

Doch es gibt noch einen zweiten „neuen“ Behindertenparkplatz, aber öffentlich für alle, vor der Ordination von Arzt Eduard Zeller. Den bisherigen hat die Gemeinde auf Betreiben von Annemarie Haag verlegt. „Ich bin auf den Gehstock angewiesen. Der alte Parkplatz lag direkt an der Fahrbahn der B 39. Als ich einmal ausstieg, fuhr ein Lkw knapp vorbei. Ich spürte dessen Fahrwind. Das war irgendwie beängstigend“, erinnert sie sich.

Jetzt ist der Behindertenparkplatz nicht mehr direkt an der Fahrbahn, sondern hinein versetzt. Das freut die Obfrau-Stellvertreterin des Kriegsopfer- und Behindertenverbandes sehr. „Ich hätte sonst auch nicht locker gelassen“, schmunzelt sie, denn die Sicherheit der Behinderten ist für sie sehr wichtig, wie sie betont.