Loicher schaffte es aufs Stockerl. Der 18-jährige Ruben Fink erreichte  den zweiten Platz beim Finalbewerb „Entlasten“. Seine Präzision führte zum Erfolg.

Von Anna Maria Backnecht. Erstellt am 17. Oktober 2020 (03:29)
Rubin Fink wurde Vize-Landesmeister beim Landesentscheid Forst der Landjugend Niederösterreich.
Brigitte Hammerl

Nur wenige Hundertstelsekunden und Millimeter entschieden  über Sieg oder Niederlage. Beim 39. „Landesentscheid Forst“ der Landjugend Niederösterreich ergatterte Ruben Fink den zweiten Platz.

Der Wettbewerb beinhaltete die Disziplinen Fallkerb- und Geschicklichkeitsschneiden, Kettenwechseln, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt, Durchhacken mit einer Axt und Entasten. Finks Talent führte schließlich zur Silbermedaille. 

Mit nur 13  Jahren begann für den jungen Loicher die Faszination der Motorsäge. Das Hantieren mit der Maschine habe er von seinem Vater, am Betrieb erlernt. An der landwirtschaftlichen Fachhochschule Hohenlehen war er Mitglied im Forstteam, wo er seiner Leidenschaft intensiv nachgehen konnte. „Man kann nicht einfach in den Wald spazieren und drauflos schneiden. Es gibt ein genaues Regelwerk, wie ein Baum auszusehen hat“, erzählt Ruben Fink im NÖN-Interview.

Um stetig besser zu werden, bedarf es regelmäßiger Übung. Das Training -zwei bis drei Mal pro Woche- sei essenziell, um langfristige Erfolge zu erzielen. Sein Trainer, Forstbediensteter Alexander Tanner, unterstützt den jungen Landwirt dabei tatkräftig.

„Man muss immer konzentriert bei der Sache sein und Respekt vor der Maschine haben“, antwortete Ruben Fink, auf die Frage, ob dieses Hobby nicht gefährlich sei. Angst habe er aber keine, da er genau weiß, wie er mit der Motorsäge umzugehen hat. Die richtige Schutzausrüstung, wie eine Schnittschutzhose und Schnittschutzhandschuhe, sei aber Voraussetzung für die Sicherheit. „Es ist immer wichtig, beim Schneiden genau zu sein, so kommt mit der Zeit auch ein gewisses Sicherheitsgefühl“, rät Fink. 

Für die Zukunft wünscht er sich, dass er nach dem Bundesheer wieder mehr Zeit zum Üben findet, um irgendwann im Nationalteam antreten zu dürfen. Bürgermeister Anton Grubner ist stolz: „Es ist toll, dass wir so einen erfolgreichen jungen Mann in unserer Gemeinde haben.“ Siehe auch Seite 87.