Stillstand im ganzen Pielachtal: Gemeinsam gegen Corona. Das soziale Leben wird auch im Pielachtal auf ein Minimum reduziert. Der Tenor: „Sehen, wie sich die Lage weiter entwickelt.“

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 17. März 2020 (05:55)
Aufs Notwendigste wird das soziale Leben ab dieser Woche reduziert.
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Auf große Einschränkungen des persönlichen und beruflichen Lebens im Kampf gegen das Coronavirus bereitete man sich in der letzten Woche auch im Pielachtal vor.

„Ich bin froh, dass die Regierung so schnell reagiert hat und spüre auch keine Unruhe oder Panik in der Bevölkerung – die Menschen gehen vernünftig mit der Lage um“, schildert Regionalplanungsobmann Kurt Wittmann seine Eindrücke: „Wir sind in der Region in ständiger Abstimmung und auch mit der Bezirkshauptmannschaft.“

„Die Zusammenarbeit in der Gemeinde funktioniert gut und generell läuft in Ober-Grafendorf alles reibungslos ab ¬– die Ober-Grafendorfer verstehen, dass es nun gilt, ihre Tätigkeiten zu reduzieren“, sagt Ober-Grafendorfs Bürgermeister Rainer Handlfinger, „aber natürlich ist die Situation angespannt.“

Tourismusobmann Gerhard Hackner spricht von einer „harten Probe“: „Unsere Gast-, Nächtigungs- und Tourismusbetriebe sowie Hotels haben es momentan nicht leicht. Ich hoffe, dass dies alles nur einige Wochen dauert und die betroffenen Bereiche in der Wirtschaft für sich und ihre Bediensteten eine entsprechende Unterstützung bekommen.“ Es sei wichtig, positiv zu denken, so Hackner, und mit vereinten Kräften in die Zukunft zu schauen.

Im Wildkräuterhotel Steinschalerhof hofft man nach den Einschränkungen auf eine gute Sommer- und Herbstsaison. Thomas Pölzl vom Abenteuerland Pielachtal in Hofstetten-Grünau möchte ab erstem Mai öffnen: „Aber jetzt muss man einmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt.“

Einige Gemeinden des Pielachtals informieren die Bevölkerung laufend auf ihren Homepages über aktuelle Entwicklungen. So ist etwa das Gemeindeamt Hofstetten-Grünau aktuell nur reduziert in Betrieb, die Bürgermeistersprechstunden entfallen und Bauamt, Buchhaltung und Sekretariat sind telefonisch erreichbar. In Schwarzenbach wird der Parteienverkehr eingeschränkt und findet aktuell nur donnerstags von 8 bis 12 Uhr statt.

Weinburg hat die „Gmoa-Bus-Hilfe Weinburg“ ins Leben gerufen. Menschen, die Unterstützung benötigen, können sich unter 0680/2304460 melden. Es gibt Hilfe bei der Besorgung von alltäglichem Bedarf. Ebenso hilft der FC Styx Ober-Grafendorf, Tel. 0664/8248910.

Die Marien-Apotheke Ober-Grafendorf bietet ab sofort einen Lieferservice an. Auch die Gemeinde Kirchberg wird für Risikogruppen wie ältere oder chronisch kranke Personen einen Hilfsdienst für Einkäufe einrichten, Tel. 02722/7309.

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