Quietschen bei Mariazellerbahn ist vorüber. Defekter Sensor am Gleis in Rabenstein führte zu ohrenbetäubendem Geräusch.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 07. Oktober 2020 (04:16)
Die Anrainer Robert Fanta, Bernhard Hörmann, Robert Lenz, Martin Tuschetschläger, Gertrude Fanta und Elfriede Lang (v. l.), im Bild mit Berhard Treitl von der Plattform „Rabenstein live“, können nun wieder in Ruhe ihre Gärten genießen, ohne Quietschen der Mariazellerbahn. Katarin Treitl
Katarin Treitl

Laute Quietschgeräusche der „Himmelstreppe“ machten so manchem Bewohner des Ökodorfs und den Anrainern am Angerweg in den letzten Wochen zu schaffen.

„Einige sind mit dieser Problematik an mich herangetreten“, sagt Umweltgemeinderat Bernhard Treitl, Mitbetreiber der Plattform „Rabenstein live“, die immer wieder Missstände im Ort aufzeigt, aber auch Erfreuliches postet. Er hat bei den NÖ Bahnen nachgefragt, die genau wie auf NÖN-Anfrage, zur Lärmursache aufklärten: Die Quietschgeräusche stammen von einem defekten Vibrationssensor. „Der Ersatzsensor wurde bereits bestellt und unser Team wird diesen schnellstmöglich einbauen“, informierte Stefanie Wegscheider von der NÖVOG-Unternehmenskommunikation letzte Woche. Die NÖ Bahnen haben umgehend reagiert. „Es ist wieder frischer Schmierstoff an den Schienen zu sehen. In der Zeit von 10.40 Uhr bis 11.40 Uhr haben drei Züge die Stelle passiert und keiner fiel mit Quietschgeräuschen auf“, berichtet Treitl.

Quietschgeräusche stammen von einem defekten Vibrationssensor

Das rasche Agieren der NÖ Bahnen lobt Treitl sehr: „Wir bedanken uns bei der NÖVOG, speziell bei Frau Abl vom Infocenter, die sich unserer Anliegen annahm und umgehend Abhilfemaßnahmen veranlasste.“ Er regt jedoch an, rascher auf Probleme hinzuweisen. „Trotz zahlreicher Anrainer im Ökodorf langten nur zwei Beschwerden ein. Von der Kritik im eigenen Umfeld bis zur Kontaktaufnahme mit der NÖVOG scheint es ein weiter Weg zu sein“, meint er. Die NÖVOG könne sich nur anhand der Meldungen ein Bild von der Dringlichkeit eines Problems machen.“ Was ihn freut: „Durch den Fototermin haben sich einige Anrainer erst kennengelernt.“ Diese wollen künftig bei Problemen früher Kontakt zur NÖVOG suchen.