Mit dem Zug auf Zeitreise beim Schmalspurfestival

Erstellt am 19. Juni 2022 | 18:59
Lesezeit: 4 Min
Das ganze Tal war zwei Tage lang auf Achse entlang der Mariazellerbahn.
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Österreichs längste Schmalspurbahn nahm mit in ihre Geschichte: Beim Schmalspurfestival unter dem Motto „Eine Zeitreise an der Mariazellerbahn“ gab es zwei Tage lang sechs Standorte zu erkunden. Eröffnung war in Kirchberg, Höhepunkt zum Schluss das Frühschoppen in Laubenbachmühle.

Die Begeisterung war groß: Die NÖVOG freut sich mit 3.200 Besucherinnen und Besuchern über einen neuen Besucherrekord. 6.000 Fahrgäste haben die Mariazellerbahn an beiden Tagen insgesamt genutzt.

Ausstellungen, Nostalgie-Sonderfahrten, regionale Gastronomie und ein buntes Kinderprogramm begeisterten Freunde der Schiene. Schon bei der Fahrt ins Tal hinein sah man links und rechts neben der Strecke die Fotografen aufgereiht, die alle versuchten, den besten Winkel der vielen Sondergarnituren zu erhaschen.

E-Motoren, Modellbahn und Kunst an der Schiene

Zum ersten Mal gab auch der Alpenbahnhof in St. Pölten Einblick in seine Werkstätten. Dabei lernten die Gäste über das Talent der Lackierer vor Ort, die nicht nur für die Mariazellerbahn angefragt werden, über jahrzehntealte E-Motoren und die verschiedenen Designs der Garnituren.

Weitere Standorte waren das Heizhaus Mh. 6 in Ober-Grafendorf, der Kunstbahnhof Klangen, das Heimatmuseum Hofstetten-Grünau, das Modellbahnmuseum „Bahn im Bahnhof“ und die Bahnmeisterei in Kirchberg sowie das Betriebszentrum der Mariazellerbahn in Laubenbachmühle. 

Beleuchtet haben die Standorte die unterschiedlichen Epochen der Bahn – von der Inbetriebnahme der Gesamtstrecke im Jahr 1907 bis in die moderne Zeit der 2010er Jahre mit der Übernahme durch das Land Niederösterreich.

„Wir haben den Gästen wirklich einzigartige Blicke hinter die Kulissen unserer Mariazellerbahn ermöglicht, haben beispielsweise Fahrzeuge präsentiert, die in dieser Form noch nie zuvor erlebt werden konnten und sind im Rahmen von Sonderzügen mit einer Lokomotive gefahren, die sonst nur bei der Infrastruktur eingesetzt wird“, sagte Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek.

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