Neue App für Naturputzer. Eine Landkarte soll durch das Verorten von Müll-Hotspots entstehen. Ober-Grafendorf ist beim NaturPutzer-Tag am 11. Juni mit dem neuen Programm unterwegs.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 30. Mai 2017 (03:06)
Mit der neuen App können Fundorte von Müll leicht und schnell dokumentiert werden. Martin Aschauer
Martin Aschauer

„Rund 115 Kilogramm Plastik und 70 Getränkedosen konsumieren wir pro Kopf und Jahr und so manch leere Verpackung landet in der Natur“, erklärt Anna Gollob, Projektleiterin der NaturPutzer bei GLOBAL 2000. Die Umweltorganisation hat gemeinsam mit dem Alpenverein eine neue Anti-Müll-Initiative mit App-Unterstützung und Datensammlung entwickelt.

„100 Tonnen Müll müssen pro Jahr in unseren Gemeinden in ganz Österreich aufgelesen und entsorgt werden, knapp 1.000 Tonnen sind es entlang der Bundes- und Landstraßen“, weiß der Direktor des NÖ GVV Ewald Buschenreiter.

Mit Hilfe der neuen GLOBAL 2000-NaturPutzer-App können Smartphone-User bei der Erstellung einer Landkarte von Müll-Hotspots unterstützen. Und falls das Smartphone mal nicht dabei ist, kann man die Fundorte auf der Projektwebsite (www.naturputzer.at) eintragen.

„Über eine Presseaussendung habe ich von der neuen App erfahren und im Gemeindevorstand waren wir uns sofort einig, dass wir dabei sein wollen“, berichtet Ober-Grafendorfs Bürgermeister Rainer Handlfinger. Die Marktgemeinde hat sich sogar mit einem kleinen Beitrag an der Entwicklung der App beteiligt.

„Es gibt schon viele Aktionen, bei denen Müll gesammelt wird. Mit dieser App kann das genau dokumentiert und verortet werden“, erklärt Handlfinger. Wenn an einem Ort öfter Müll gefunden wird, sei das dann ein Zeichen dafür, dass man genau dort einen Müllbehälter montieren solle.

Die App gibt es ab dem 1. Juni kostenlos auf Google Play und in iTunes. Beim NaturPutzer-Tag am Sonntag, 11. Juni, gibt es Gelegenheit diese gemeinsam zu testen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Hauptplatz in Ober-Grafendorf.

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