Hausruine in Kirchberg wurde abgetragen. Reste des Brandobjekts in der „Stolzgasse 3“ weichen nun Wohnhausanlage.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Januar 2021 (04:27)
Die nach einem Brand übrig gebliebenen Außenmauern des einst zweigeschoßigen Wohnhauses in der Stolzgasse 3 wurden nun mit dem Baggerabgetragen und abtransportiert. Auf dem Grundstück im Ortszentrum soll eine neue Wohnhausanlage samt Tiefgarage errichtet werden.
Hackner

Bei einem zweigeschoßigen Wohnhaus in der Stolzgasse 3 waren nach einem Großbrand im Jahre 2017 nur mehr die vier Außenmauern vorhanden. Die Hausruine wurde kurz vor Weihnachten abgetragen. Die Errichtung einer neuen Wohnhausanlage ist geplant.

Das zweigeschoßige Wohnhaus wurde in den Jahren um 1880 errichtet, hatte damals die Hausbezeichnung Markt 45 und war jahrelang immer bewohnt. Der ehemalige Amtsleiter Gerhard Hackner erinnert sich: „Die Gemeinde Kirchberg war vor Jahren einmal daran interessiert, im Erdgeschoss dieses Hauses ein Heimatmuseum zu errichten. Das Projekt hat sich jedoch zerschlagen“. Zuletzt war das Gebäude im Besitz der Familien Friedl und Szigetvary. Vor einigen Jahren wechselte die Liegenschaft den Besitzer und in dem Haus wurden Asylwerber untergebracht.

Dann kam es zu einem dramatischen Vorfall, wie dem Feuerwehrbericht der FF Kirchberg aus der 140-Jahr-Broschüre zu entnehmen ist: „Am 24. März 2017 kämpften 165 Feuerwehrleute gegen die Flammen, die aus dem Haus in der Stolzgasse 3 schlugen. Sogar die Drehleiter der Feuerwehr Ober-Grafendorf unterstützte den Löscheinsatz.“ Personen kamen bei diesem Großbrand glücklicherweise nicht zu Schaden.

Übrig blieb eine Hausruine mit vier Außenmauern. Diese wurde jetzt kurz vor dem Weihnachtsfest mit dem Bagger abgetragen und das Material abtransportiert. Die Liegenschaft Stolzgasse 3 im Ortszentrum hat in der Zwischenzeit eine Wohnbaugenossenschaft erworben. Im Jahr 2021 wird darauf mit der Errichtung einer neuen Wohnhausanlage, die zwölf Wohneinheiten samt Tiefgarage und ein Doppelhaus umfasst, begonnen.