Würdevoller Abschied in Rabenstein

Volksschullehrerin Bärbel Schwaiger entschloss sich, beruflich neue Wege zu gehen und gründete ein Bestattungsinstitut. Ehemaliger Bestatter Strasser geht ins Ausland.

Erstellt am 09. Januar 2021 | 04:36
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Die Wahl-Rabensteinerin und Bestatterin Bärbel Schwaiger in ihrem Büro.
Foto: Schwaiger

Einem verstorbenen Menschen die letzte Ehre erweisen – diese Aufgabe sieht Bärbel Schwaiger als ihre Berufung. Jetzt bot sich ihr die Chance dazu. Nachdem Bestatter Michael Strasser seine Firma mit Jahresende geschlossen hat, übernimmt nun die ehemalige Lehrerin diese Aufgabe. Zuvor hat die 35-Jährige an der Volksschule Kilb unterrichtet.

Begonnen hat alles, als Schwaiger einer guten Freundin aushalf, die selbst ein Bestattungsinstitut führt. „Ich habe sie bei ihrer Arbeit unterstützt und dabei gemerkt, wie sehr mich diese Aufgabe erfüllt“, berichtet sie. Besonders wichtig sei es, Angehörigen von Verstorbenen beim gemeinsamen Gespräch über die Bestattung dennoch eine gewisse Wohlfühl-Atmosphäre zu verschaffen, so weit eben möglich. Dafür müsse man individuell auf deren Wünsche eingehen. „Der respekt- und würdevolle Umgang mit dem Verstorbenen und dessen Hinterbliebenen ist mir eine Herzensangelegenheit“, betont die Neo-Bestatterin. Dies spiegelt auch das Logo ihres Unternehmens wider: drei Kreisbögen verbunden mit einem Herz. Es symbolisiert den Verstorbenen, seine Angehörigen und die Bestatterin, als Begleiterin durch diese schwere Zeit.

„Ich habe sie bei ihrer Arbeit unterstützt und dabei gemerkt, wie sehr mich diese Aufgabe erfüllt“

Einige Pielachtaler konnten Bärbel Schwaiger schon im vergangenen Jahr bei Trauerfeiern und Betstunden kennenlernen. „Durch das positive Feedback der Leute dort und eben die Schließung von Herrn Strassers Firma fiel mir meine Entscheidung zur Gründung eines Bestattungsunternehmens leicht“, erzählt Schwaiger.

Bestatter Michael Strasser zieht es „aus persönlichen Gründen“, wie er angibt, ins Ausland. Wohin die Reise geht und was er dort machen will, möchte er noch nicht verraten. Die Bestattungszeremonie, bilanziert er, hätte sich verändert. So ist ihm im Vorjahr aufgefallen, dass Kremierungen mehr werden. Die Feiern sind, nicht zuletzt auflagenbedingt, kleiner geworden. Ob der Trend anhält, sei aber, meint er, „abhängig von der Corona-Entwicklung.“