Küche von Rabensteiner Lokal nun zu: „Niemand hat Zeit für Frisches“

Erstellt am 11. August 2022 | 05:24
Lesezeit: 2 Min
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Lisa-Marie Marchhart ist die „Pielachtalerin“, im Bild mit Tochter Sophie Herndl.
Foto: Die Pielachtalerin
„Die Pielachtalerin“ in Rabenstein kocht nur mehr für Anlässe. Der Verderb sei höher gewesen als die Einnahmen, sagt Chefin.
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Lebensmittel sind kostbar, daran glaubt Lisa-Marie Marchhart fest. Deswegen tut es ihr weh, wenn sie in ihrem Lokal „Die Pielachtalerin“ welche entsorgen muss. Doch das sei jetzt immer öfter passiert, weswegen sie sich dazu entschlossen hat, die reguläre Küche zu schließen. „Die Leute haben keine Zeit mehr für frisch gekochtes Essen.“

Länger als zehn Minuten wolle niemand mehr warten. Momentan stehen alle enorm unter Druck, sagt die junge Chefin. Der Stress durch Covid, die Sorge ums Geld, allgemeine Unsicherheit. Das würde alles dazu führen, dass sich niemand mehr entspannt in ein Wirtshaus setzt.

Für Reservierungen und Catering kochen Marchhart und ihre Mutter gerne noch. Sonst gibt es Getränke und Kaffeehausküche. Zusätzliches Personal „würde sich nicht rentieren“. Außerdem sei es sowieso schwierig, Mitarbeitende zu finden. Irgendwann könnte Marchhart sich vorstellen, wieder groß aufzukochen. Dann, „wenn Gras über alles gewachsen ist, wenn die Menschen wieder zur Ruhe kommen“.

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