Baden trotz Biber im Ebersdorfer See . Nager fühlen sich nicht nur in Hofstetten-Grünau, sondern auch in Ebersdorf wohl. Bürgermeister sieht das entspannt.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 07. Mai 2019 (04:21)
Burgenland Tourismus, Leopold Kanzler
Biber

Nicht nur in der Pielachtaler Sehnsucht, auch am Ebersdorfer See haben Biber ein Zuhause gefunden. Warum die Nager in ihrer Gemeinde für Aufregung und ein Badeverbot sorgen, während man die Tiere in Ober-Grafendorf ohne Bedenken duldet, fragen sich einige Hofstetten-Grünauer. Thema war das auch bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, in der die SP das Badeverbot erneut hinterfragte.

„Das Hecht-Urteil war in Hofstetten-Grünau ein gravierender Einschnitt.“

Für Bürgermeister Rainer Handlfinger liegt das an der Vorgeschichte. „Das Hecht-Urteil war in Hofstetten-Grünau ein gravierender Einschnitt.“ Dass man dadurch vorsichtiger wird, sei verständlich. Er selbst sieht in dem Biber, der in den Wintermonaten auf der Badeinsel des Ebersdorfer Sees einige Bäume fällte, aber keine Gefahr. „Im letzten Monat haben wir ihn gar nicht gesehen. Wenn er da ist, werden wir ihn beobachten, aber keine Maßnahmen setzen“, stellt der Bürgermeister klar.

Der Ebersdorfer See sei ein Naturgewässer. Man müsse damit rechnen, dass dort auch Tiere leben. „Man kann eben kein Schwimmbad daraus machen“, meint Handlfinger und betont, dass er stolz ist auf das naturnahe Erholungsgebiet.

Sogar Hechte gebe es im Ebersdorfer See, schildert Handlfinger weiter. „Problem ist aber auch das keines. Die größten Schwierigkeiten hatten wir bisher mit einem Schwan, der aggressiv seinen Nachwuchs verteidigte“, lacht Handlfinger.