Dringlichkeit bei Bettlern abgewiesen. Ober-Grafendorfer FP spricht von Häufung der Fälle, SP und Grüne stellten offizielle Anfrage an Polizei: zwei Anzeigen.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 29. September 2014 (07:57)
„Dringlichkeitsantrag abgewiesen“ lautete das Ergebnis der Abstimmung in der Gemeinderatssitzung. Die FPÖ wollte damit die Bettler-Thematik im Ort auf die Tagesordnung bringen. Nun soll das Thema im Sicherheitsausschuss behandelt werden.

Königsberger (FP): „Betteln von Haus zu Haus ist verboten“

In der Pielachsiedlung kam es in der letzten Zeit zu vermehrtem Betteln, weiß FP-Obmann Erich Königsberger. „Das Betteln von Haus zu Haus ist verboten“, betont Königsberger, er habe auch die Polizei darüber informiert.

Ihm gehe es besonders um das Wohl der bettelnden Kinder, daher müsse die Dringlichkeit anerkannt werden: „Man müsste sich anschauen, ob die Kinder überhaupt zu diesen Familien gehören.“ Mit einer Resolution an das Land will Königsberger aufrütteln. Darin soll die Regierung aufgefordert werden, die bestehenden Gesetze auch umzusetzen.

Horinek (Grüne): „Die FPÖ muss sich ein Feindbild schaffen"

Auch Vizebürgermeister Walter Horinek von den Grünen ist sich der Problematik bewusst, deshalb werde sie auch im Sicherheitsausschuss behandelt. Allerdings wittert er hinter dem Antrag der FP bereits einen Wahlkampf-Vorboten: „Die FPÖ muss sich ein Feindbild schaffen, um nach langer Untätigkeit wieder Aufmerksamkeit zu erregen.“ Den Vorstoß von Königsberger, der an die Täter herankommen will, versteht Horinek nicht, schließlich seien diese oft nicht in Österreich.

Eine offizielle Anfrage an die Polizei habe ergeben, dass es zwei Anzeigen wegen Bettelei gegeben hat, erklärt SP-Bürgermeister Rainer Handlfinger. Außerdem: „Wenn sich die FPÖ für andere Themen genauso engagieren würde wie gegen die Bettler hätten wir mehr davon.“